Weltmeister-Duo Jeroen Dubbeldam und Zenith bleiben zusammen

Zenith mit Jeroen Dubbeldam auf dem Weg zum EM-Titel 2015. (© www.toffi-images.de)

Etwas mehr als ein Jahr dauerte das Hin und Her um die Besitzverhältnisse des Rash-Sohns Zenith an. Jetzt sind diese geklärt.

Der Springpferdefonds Niederlande II (SFN II) konnte dem Vorgänger SFN den 13-jährigen Rash-Sohn jetzt abkaufen und sicherte damit die Zukunft des Doppelweltmeister-Duos von 2014 aus Jeroen Dubbeldam (NED) und Zenith.

Ursprünglich sollte der braune KWPN-Wallach nach den Olympischen Spielen in Rio unter den Auktionshammer kommen. Der SFN hatte es sich einst zur Aufgabe gemacht, junge talentierte Pferde einzukaufen, sie von guten Reitern für den Sport ausbilden zu lassen und schließlich zu verkaufen, um wieder in neue Pferde investieren zu können. 500.000 Euro lautete damals das Mindestgebot für Zenith. In 50.000 Euro-Schritten konnte man mitbieten. Der Hammer schlug bei 850.000 Euro zu. Zu wenig fand der SFN, denn Experten hatten den Wallach als deutlich wertvoller eingeschätzt. Zenith wurde zurückgekauft und man wollte außerhalb des Auktions-Rahmens einen neuen Besitzer finden. Der Wallach blieb erstmal im Stall von Jeroen Dubbeldam stehen.

Kein einfaches Pferd

Man sagt ja immer, die besten Pferde befinden sich zwischen Genie und Wahnsinn. So scheint es auch bei dem KWPN-Wallach zu sein, denn sein Ruf „nicht ganz einfach zu sein“ eilt ihm voraus. Aber wenn er springt, dann mit Herz. Unvergessen bleibt die EM 2015 in Aachen. Der Wallach hatte sich vor dem Applaus der Menschen erschreckt und wollte den Tag darauf keinen Huf mehr ins Stadion der Aachener Soers setzen. Mit viel Einfühlungsvermögen schaffte es der Niederländer Dubbeldam den Hengst ins Stadion zu bewegen. Die beiden wurden schließlich Europameister.

Nach dem siebten Platz bei den Olympischen Spielen in Rio konnten die beiden keinen großen Erfolg mehr feiern. Zuletzt hatte es sogar geheißen, Dubbeldam und Zenith befänden sich an einem Tiefpunkt. Nach dem der 13-jährige Wallach in Arnheim im Juni den Dienst quittierte, zog Dubbeldam ihn für das CHIO Aachen zurück und gönnte ihm gut zwei Monate Turnierpause. Im September und Oktober gewannen die beiden dann wieder die Großen Preise in Samorin (SVK) und Saint Lô (FRA), beides Dreisterne-Turniere. Jetzt kann sich das Paar wieder auf größere Aufgaben konzentrieren, z.B. Tryon 2018.

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