Boekelo: Riesenerfolg für Sophie Leube, Nationenpreis an Großbritannien

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Sophie Leube und Jadore Moi in Luhmühlen 2021. (© von Korff)

Das abschließende Springen beim Nationenpreisturnier der Vielseitigkeitsreiter in Boekelo, Niederlande, hat an der Rangierung auf den vorderen Plätzen nichts geändert. Sophie Leube und Jadore Moi konnten einen Start-Ziel-Sieg feiern.

Lediglich 0,4 Zeitfehler kamen zum Dressurergebnis von Sophie Leube und ihrer bayerischen Conthargos-Tochter Jadore Moi hinzu. Unter dem Strich beendeten die Olympiareservisten den CCIO4*-L in Boekelo also mit 24,8 Minuspunkten. Das genügte, um den britischen Mannschaftsreiter William Fox-Pitt im Sattel der Grafenstolz-Tochter Grafennacht auf Abstand zu halten. Der britische Altmeister und seine neunjährige Oldenburger Stute hatten nach dem Cross 24,9 Minuspunkte stehen gehabt, verschafften Leube und Jadore Moi aber im Parcours ein wenig Luft, weil sie 1,2 Zeitfehler hatten.

Ganz fehlerfrei hatten den Parcours übrigens lediglich drei Paare beenden können, von denen Japans Yoshiaki Oiwa mit Calle auf Rang sechs das beste Endergebnis erzielte. Den dritten Platz belegte Sydney Dufresne aus Frankreich auf WM-Bronzemedaillengewinner Tresor Mail (27,0), gefolgt von der frisch gebackenen Doppel-Europameisterin Nicola Wilson (GBR), die mit dem auch erst neunjährigen Iren Coolparcs Sarco ein weiteres Talent aus dem Hut gezaubert hat (30,0). Sie hat den Wallach von Andrew Nicholson übernommen und war erst am letzten Septemberwochenende mit ihm siegreich beim CCI4* Blenheim für acht- bis neunjährige Pferde gewesen. Rang fünf ging an das beste US-Paar, Sydney Elliott im Sattel des Oldenburger Diarado-Sohnes QC Diamantaire (30,7).

Das zweitbeste deutsche Paar, Alina Dibowski und Barbados, rutschten nach 8,4 Fehlern im Parcours vom siebten auf den 14. Platz.

Mannschaftswertung

Auch wenn es für die deutschen Reiter im Parcours ausgesprochen gut lief heute, an ihrem dritten Platz änderte sich trotz Fehlern der anderen Mannschaften nichts. Dafür war der Vorsprung der Briten und der USA zu groß gewesen. Am Ende blieben die Brieten mit 90,4 Minuspunkten (80,8 waren es nach dem Gelände) auch in Boekelo ungeschlagen. Ganze 18 Fehler kamen für die USA beim Springen hinzu, so dass sie am Ende 102,7 Minuspunkte auf dem Konto hatten. 127,7 waren es für Deutschland.

Neben Fox-Pitt und Wilson ritten für die Briten Izzy Taylor auf Hartacker (8./34,30) und James Rushbrooke auf Milchem Eclipse (20./46,90).

Die weiteren US-Reiter neben Elliott waren Tamra Smith auf dem Desperados-Fast-Bruder Danito (10./34,70), Jennie Brannigan mit FE Lifestyle (15./37,30) und Matthew Flynn auf Wizzerd, die allerdings gestern im Gelände ausschieden.

Zweitbestes Paar der deutschen Mannschaft hinter Leube waren Malin Hansen Hotopp und Carlitos Quidditch K auf Platz 16 (40,10). Ingrid Klimkes Siena just do it drehte heute eine gute Runde im Springparcours, bei der es lediglich 0,4 Zeitfehler gab, Rang 34 (62,80). Heike Jahncke und Mighty Spring hatten den Cross gestern nicht beendet und dementsprechend heute frei.

Niederländische Meisterschaften

In Boekelo wurden dieses Wochenende auch die nationalen Meisterschaften im Busch entschieden. Vorne standen die üblichen Verdächtigen: Tim Lips siegte auf Lady Chin van’t Moerven Z mit 45,3 Minuspunkten vor Merel Blom auf Crossboarder Radar Love (51,0). Bronze sicherte sich die erst 21-jährige Thierry van Reine auf dem Hannoveraner Harry Belafonte, einem echten Professor, denn der 18-jährige Heraldik xx-Sohn hatte mit Alice Naber-Lozeman die niederländischen Farben schon bei Welt- und Europameisterschaften vertreten.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.