Die FN zu Chris Bartles Zukunftsplänen

Chris Bartle freut sich mit Michael Jung über einen weiteren Sieg in der langen Sammlung. (© Julia Rau)

Bereits am Freitag berichteten wir von den Plänen des Vielseitigkeitsbundestrainers Chris Bartle, seinen Job zu wechseln. Er möchte in seiner Heimat Großbritannien die Championatsteams trainieren. Nun hat sich auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in der Angelegenheit zu Wort gemeldet.

Chris Bartle betreut den Vielseitigkeitsbundeskader zusammen mit Hans Melzer seit 2001. Mit unglaublichem Erfolg: Alleine sieben Olympiamedaillen, fünf davon in Gold, sowie je einmal Silber und Bronze sprechen für sich. Eigentlich war abgemacht gewesen, dass Bartle und Melzer bis Tokio 2020 als Trainer im Amt bleiben. Doch nun möchte Bartle die Nachfolge von Yogi Breisner als britischer Nationalcoach antreten.

Bartle erklärt

„Das war eine sehr schwierige Entscheidung für mich. Ich fühle eine enorme Verbundenheit mit dem Team, den Reitern, dem Unterstützungsteam in Warendorf und speziell mit Hans Melzer, mit dem ich 16 Jahre lang erfolgreich zusammen gearbeitet habe“, sagte Bartle. „Dass ich mich für diese interessante und herausfordernde Stelle bewerbe, die mich möglicherweise auch über die nächsten vier Jahre hinaus näher an meinem Zuhause hält, ist auch im Interesse meiner Familie.“

Was die FN sagt

DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler kommentierte: „Wir sind sehr überrascht und traurig über seine Entscheidung. Insbesondere, weil wir uns frühzeitig einig waren, dass Chris Bartle und Hans Melzer bis zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 als Trainergespann weitermachen. Aber wir werden die Entscheidung respektieren, uns zeitnah zusammensetzen und Alternativen für die Zukunft durchdenken, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.“

Chris Bartle ist einer von mehreren Kandidaten für diese Position. Erste Gespräche sollen im Oktober mit ihm geführt werden. Allerdings hatten die Engländer bereits nach dem Doppelgold von London bei ihm angefragt, ob er nicht seine Landsmänner trainieren wolle.

  1. Anja

    Ich frage mich nach der Lektüre des aktuellen Heftes, ob die „Causa Andreas Ostholt“ wohl eine Rolle bei Chris Bartles Entscheidung gespielt hat. Schade wäre es auf jeden Fall, wenn er geht. Nicht nur fachlich. Für die deutschen Eventer, und das gilt nicht nur für den Nachwuchs, fällt dann eine wichtige Trainingsstation auf der Insel aus.


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