Everswinkel: Preis der Besten für Emma Brüssau und Johanna Zantop

Vielseitigkeit

(© www.toffi-images.de)

Der Vielseitigkeitsnachwuchs hat seine „Besten“ dieses Wochenende in Everswinkel gekürt. Eine Wiederholungstäterin und eine, die mal wieder dran war, holten die Titel.

Johanna Zantop und ihr Württemberger Grafenstolz-Sohn Santana’s Boy haben gezeigt, dass sie den Sprung ins Junge Reiter-Lager mit Bravour gemeistert haben. Im vergangenen Jahr hatten die beiden noch den Titel bei den Junioren gewonnen. Nun setzten sie sich auch in der Altersklasse U21 an die Spitze. Rang vier nach der Dressur, die beste Geländerunde der Konkurrenz (wobei sie sechs Zeitfehler kassierten, aber die anderen auch nicht an die Bestzeit herankamen) sowie ein einziger Abwurf im Parcours besiegelten die Titelverteidigung der Europameisterin von 2015.

Zweite wurde dank fehlerfreiem Springen die zweifache Deutsche Meisterin Flora Reemtsma. Sie hatte auf Monte Gino gesetzt, ihre Nachwuchshoffnung, wie sie den achtjährigen Wallach nennt, der sie nicht enttäuschte. Im April hatten die beiden bereits den CIC* in Luhmühlen gewinnen können. In Everswinkel gab der  Monte Bellini-Sohn ein gelungenes Zwei-Sterne-Debüt.

Jerome Robiné, ebenfalls in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnt und nun Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf, verlor die Silbermedaille erst im abschließenden Springen als der selbst gezogene Quaddeldou eine Stange mitgehen ließ. Allerdings war Robiné auch erst eine Woche vor dem Preis der Besten wieder in den Sattel gestiegen, weil er sich beim Radfahren die Hand verletzt hatte. Insofern: „Ich bin im Grunde sehr zufrieden. Dressur und Gelände liefen wirklich gut, nur das Springen ist noch ausbaufähig“,so der 19-Jährige.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Junioren

Bei den Ponyreiterin konnte Emma Brüssau schon zweimal mit der Preis der Besten-Schärpe auf die Ehrenrunde gehen. Bei den Junioren hatte es bis jetzt nicht sollen sein. Das änderte sich dieses Wochenende rasant. Nicht nur, dass Emma mit Dark Desire den Titel holte, mit ihrer Stute Donnerstag wurde sie zudem noch Dritte ihrer Altersklasse.

Da man aber nur mit einem Pferd für den Preis der Besten gewertet wird, war der Weg zu Bronze frei für Ann-Catrin Bierlein auf Double Diamond.

Silber holte die erst 14-jährige Hella Jensen auf Luzi-Caro. Die beiden hatten die beste Dressur hingelegt und lagen nach dem Cross, den sie mit 0,40 Zeitfehlern beendeten auf Rang eins. Aber ein Abwurf im Parcours machte die Titelhoffnung zunichte. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Der Parcours erwies sich überhaupt als Zünglein an der Waage, wie auch Nachwuchsbundestrainerin Julia Krajewski bestätigte: „Die Zeit im Gelände und das Springen waren die entscheidenden Faktoren in dieser Prüfung. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine Vielseitigkeit eben aus drei Teilprüfungen besteht.“

Die nächste Gelegenheit, in allen drei Phasen zu überzeugen, bietet sich den Junioren und Jungen Reitern bei der Deutschen Jugendmeisterschaft vom 9. bis 12. Juni in Kreuth.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.