Warendorf: Die Jubiläums-„Besten“ sind gekürt

Hagen – Horses and Dreams 2017

Jil-Marielle Becks und Damon's Satelite, Sieger im ersten Prix St. Georges der Horses & Dreams 2017. (© Lafrentz)

Der Preis der Besten feierte dieses Wochenende in Warendorf 30-jähriges Jubiläum. Hier sind die diesjährigen Besten der Besten unter Deutschlands Youngsters im Dressur- und Springsattel.

Dressur

Ein spannendes Finale war das dieses Jahr bei den U21-Jährigen auf dem Dressurviereck! Am Ende konnte sich Jil-Marielle Becks auf dem selbst gezogenen Damon’s Satelite knapp gegen die Debütanten Hannah Erbe und Carlos durchsetzen. Am Samstag hatte noch die Junioren-Europameisterin Erbe die Nase vorn gehabt, die eigentlich noch bei den Junioren starten dürfte Am Sonntag drehte Becks den Spieß um und holte sich so den Titel. Erbe wurde Zweite.

Bronze ging an eine weitere Reiterin, die eigentlich noch bei den Junioren starten dürfte: Semmieke Rothenberger. Allerdings nicht mit Dissertation, mit der sie gestern noch Dritte gewesen war, sondern mit Geisha, die nach Rang vier am Vortag heute Dritte wurde.

Auf den Plätzen vier und fünf schlossen sich Anna-Christina Abbelen mit First Lady und Luca Michels auf Rendezvous an. Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen hatte allen Grund, glücklich zu sein dieses Wochenende: „Die Leistungsdichte war hier so hoch wie nie beim Preis der Besten“, so sein Fazit.

Bei den Junioren setzte sich die Deutsche Meisterin Rebecca Horstmann mit Friend of mine an die Spitze des Feldes. Wobei sie am Ende noch einmal zittern musste, nachdem Linda Erbe, Hannahs Schwester, mit dem erst siebenjährigen Fierro eine wahre Aufholjagd hinlegte und die zweite Wertung vor Horstmann gewann. Am Ende wurde es Silber für Linda. Bronze sicherte sich Johanna Sieverding auf Lady Danza. Auch hier sprach Meyer zu Strohen von einem „sehr starken Feld“. Einzig ihr Nervenkostüm müssten die Junioren noch in den Griff bekommen.

Einen Start-Ziel-Sieg lieferten die dreifachen PonyEuropameister Lucie-Anouk Baumgürtel und Massimiliano. Das erst 13-jährige Supertalent gewann beide Wertungsprüfungen mit jeweils über 76 Prozent. Das Nachsehen hatte bei ihrer Premiere Jana Lang auf dem erfahrenen Cyrill K. Jana hat Cyrill erst diese Saison übernommen und konnte schon einige schöne Erfolge mit dem Palomino-Hengst feiern. Aber in Warendorf empfahlen die beiden sich noch einmal nachdrücklich für größere Aufgaben. Das gilt auch für den Quotenmann auf dem Treppchen, Moritz Treffinger auf Top Queen H. Auch Bundestrainerin Cornelia Endres meinte, Moritz sei dieses Wochenende der Shootingstar. Er reite fein und gefühlvoll und sie sieht da noch „viel Luft nach oben“.

Endres‘ Fazit: „Wir hatten ein gleichmäßig starkes Feld, in dem insgesamt sehr stark und sauber geritten wurde. Dass hier keiner unter einer 67-Prozent-Wertung nach Hause gefahren ist, zeigt wie gut wir in der Breite aufgestellt sind.“

Springen

Lisa Schulze Topphoff ist neue Beste der Ponyspringreiter. Das freute die Westfälin nicht nur für sich selbst, sondern vor allem auch für ihr Pony, Mentos Junior. Wer den Nachwuchssport verfolgt, kennt diesen Namen! Denn dieser wunderbare Ponyhengst hatte vor Lisa auch schon ihre Geschwister Philipp und Marie von Erfolg zu Erfolg getragen. Ein Sieg beim Preis der Besten war bislang allerdings nicht drin. Den holte nun das Küken der Familie. Silber sicherte sich Julie Thielen auf Tomlyn Bobby’s Girl, einer Welsh C-Stute. Bronze sicherte sich Marvin Jüngel mit Mas Que Nada.

Bei den Junioren holte Beeke Carstensen ihren zweiten Sieg bei ihrem fünften Preis der Besten-Auftritt im Sattel von Venetzia. Mit ihr gewann sie außerdem auch das Finale und wurde mit ihrem zweiten Pferd Cara Mia zudem noch Zweite. Silber ging an Laura Hetzel auf Quanita, die Sieger der ersten Wertung. Max Haunhorst holte Bronze mit seiner Stute Charis.

Der Talentförderpreis wurde an Julie Thielen vergeben, die nicht nur Silber bei den Ponys gewann, sondern zudem auch bei den Junioren bis ins finale Stechen vordringen konnte.

Lars Volmer münzte sein Debüt bei den Jungen Reitern direkt in einen Sieg um. Im Sattel von Luis zeigte er die konstanteste Leistung und ließ so Finja Bormann auf A Crazy Son of Lavinia hinter sich. Bronze ging an Jesse Luther auf Castro.

Der Talentförderpreis der Jungen Reiter ging an Justine Tebbel. Viermal wurde sie Beste im Ponysattel. In diesem Jahr war sie erstmals bei den Jungen Reitern am Start und sicherte sich auf Anhieb Rang zehn.

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