Kreuth: Flora Reemtsma Deutsche Meisterin U21 Vielseitigkeitsreiter, Anais Neumann bei den U18

Flora Reemtsma und Ikarosz treten bei den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter in Luhmühlen als Titelverteidiger an.

(© Flora Reemtsma mit Ikarosz)

Was für ein Pech für Christoph Wahler! Nach super Leistungen in Dressur und Gelände lag er bei den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter Vielseitigkeit in Kreuth auf Goldkurs. Doch aus dem zum Greifen nahen Titel wurde nichts. Anders verlief die Meisterschaft der Junioren.

Noch vor der letzten Verfassungsprüfung des CCI** um die Deutschen Meiterschaften der U21-Vielseitigkeitsreiter hatte Christoph Wahler seinen Trakehner Schimmel Sammy Deluxe zurückgezogen. Damit war der Weg frei für Flora Reemtsma aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem ungarischen Warmblüter Ikarosz. Mit 44,50 Minuspunkten war sie aus dem Dressurviereck gekommen, mit 44,50 Minuspunkten beendete sie die Prüfung. Von Rang acht hat sie sich an die vorderste Stelle vorgearbeitet.

Knapp geschlagene Zweite wurde die Westfälin Josephine Wilms mit Corvette D (44,90). Nach der Dressur hatten die beiden mit 41,30 Minuspunkten auf dem vierten Platz gelegen, sammelten dann aber im Gelände noch 3,60 Strafpunkte für Zeitüberschreitung.

Flora Reemtsma hätte theoretisch auch noch die Bronzemedaille gewinnen können, denn mit ihrem zweiten Pferd River of Joy – einst das Drei-Sterne-Pferd von Michael Jung – wurde sie auch noch Dritte der Gesamtwertung (55,30). Für die Meisterschaft zählte allerdings nur das bessere Ergebnis. Damit war der Weg aufs Bronzetreppchen frei für die Viertplatzierte, Lisa-Marie Förster, ebenfalls aus Westfalen, auf Columbo. Zu 50,50 Minuspunkten aus der Dressur kamen im Busch 1,6 Zeitfehler sowie vier Strafpunkte aus dem Parcours.

Von den 19 Jungen Reitern im Kreuther Busch schieden nur zwei Paare im Gelände aus und eines im Springen. Christoph Wahlers Sammy Deluxe war der einzige, der zurückgezogen wurde.

Die U18-Junioren trennte eine lange Ein-Sterne-Prüfung von den Medaillen. Der Rheinländerin Anais Neumann gelang ein Start-Ziel-Sieg mit ihrem achtjährigen Westfalen Pumuckel E. Schon in Marbach waren die beiden Neunte im CIC* geworden. In Kreuth gingen sie direkt nach der Dressur mit 39,10 Minuspunkten in Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr her. Weder im Gelände noch beim Springen kamen weitere Strafpunkte hinzu.

Einen ähnlich glanzvollen Auftritt hatten auch die beiden Silbermedaillengewinner, Johanna Zantop und Santana’s Boy aus Baden-Württemberg. Zwar hatten ihre 42,30 Minuspunkte nach der Dressur noch den siebten Platz bedeutet. Aber da es dabei blieb und andere vor ihnen rangierte Paare patzten, standen sie am Ende auf dem zweithöchsten Treppchen. Dritte wurde Lara Schapmann aus Westfalen auf Quinzi Royal. Erst im Springen verschenkten sie Silber durch einen Abwurf, der ihnen unter dem Strich 43,80 Minuspunkte bescherte.

Die Plätze vier und fünf gingen jeweils an die Preis der Besten-Gewinnerin Hanna Knüppel aus Schleswig-Holstein mit ihren beiden Pferden Carismo und Phips. 39 Paare gingen bei den Junioren an den Start. Sechs Paare schieden aus im Gelände, drei weitere gaben auf. „Wir haben eine ganze Menge guter junger Paare gesehen“, waren sich die Bundestrainer und die Arbeitsgruppe Nachwuchs des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees (DOKR) einig. „Es wurde nicht nur stilistisch besser geritten als noch vor ein paar Jahren, auch konditionell waren die meisten Reiter gut auf die Anforderungen im hügeligen Gelände eingestellt. Hier wurde in den Landesverbänden doch einiges getan.“

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.