Genf: Indoor-Vielseitigkeit an Robin Godel

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Robin Godel und Grandeur de Lully, die Sieger der Indoor-Vielseitigkeit von Genf 2021. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Tosender Applaus für Robin Godel bei der Indoor-Vielseitigkeit von Genf, wo der Schweizer unter anderem die Olympiasieger Michael Jung und Andrew Hoy hinter sich ließ.

Im Sattel des 13-jährigen Schweizer Warmblüters Grandeur de Lully CH gewann Robin Godel die Indoor-Vielseitigkeit beim CHI Genf.

Der Parcours in der riesengroßen Messehalle des Palexpo (und durch einen Tunnel mit einem Abstecher in die Nachbarhalle) ist beeindruckend: 1150 Meter lang, 26 Hindernisse, 35 Sprünge inklusive eines Wassers mit Tiefsprung davor. Bei der Prüfung gewinnt nicht, wer am schnellsten im Ziel ist, sondern wer die wenigsten Strafpunkte auf dem Konto hat. Und Strafpunkte gibt es nicht nur für eine Verweigerung bzw. einen Vorbeiläufer, sondern auch wenn man die Bestzeit über- oder unterschreitet.

Robin Godels Grandeur de Lully, übrigens ein Enkel von Christine Stückelbergers Olympia-Dressurpferd Gaugin de Lully, lieferte eine schnelle, sichere Runde. Bei 150,70 Sekunden stoppte die Uhr. Das war näher an der Bestzeit von exakt 150 Sekunden als der Ritt des Franzosen Karim Florent Laghouag im Sattel des bereits 18-jährigen Anglo-Arabers Punch de l’Esques AA. Somit ging der Sieg an Godel und Rang zwei an Laghouag.

Dritte wurde zur Begeisterung des Publikums eine weitere Schweizerin: die 21 Jahre junge Nadja Minder, die vor wenigen Monaten noch Elfte bei den Europameisterschaften der jungen Reiter im Sattel von Toblerone geworden war – passender Name für ein Schweizer Spitzenpferd. Heute setzte Minder allerdings auf die erfahrene 17-jährige Fuchsstute Aquila B, die nach 153,77 Sekunden ins Ziel kam.

Das mit Abstand schnellste Paar des Abends waren Maxime Livio und der ebenfalls 17-jährige Ire Boleybawn Prince, ein alter Bekannter aus Deutschland, denn der Colin Diamond-Sohn ging einst unter Dirk Schrade. Mit seiner wunderbar flüssigen Galoppade flog er nur so über den Parcours, perfekt gemanagt von seinem erfahrenen französischen Reiter. Bei 145,65 Sekunden stoppte die Uhr.

Als „Cavalier de Siecle“ wurde Michael Jung vorgestellt, als er mit dem erst achtjährigen Iren Kilcandra Ocean Power v. Ocean View xx in die Haupthalle einritt. Man muss kein Französisch können, um zu wissen, was das heißt: Der Jahrhundertreiter gibt sich die Ehre. Und wurde seinem Ruf voll gerecht. Ohne dem ja noch jungen Kilcandra Ocean Power übermäßig Druck zu machen, gelang ihnen eine stilistisch schöne Runde, die ihnen am Ende Rang sechs bescherte.

Das zweite deutsche Paar, der ehemalige Nachwuchseuropameister Calvin Böckmann im Sattel der rheinischen Cassini Boy Junior-Tochter Crunchip M, hatte die Prüfung eröffnet. Aufgrund eines Vorbeiläufers wurde es heute Platz 13 für die beiden.

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