WM Junge Vielseitigkeitspferde: Ein Holsteiner und ein Trakehner in Führung

Die ersten beiden Tage der Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Lion d’Angers waren der Dressur gewidmet. An vorderster Stelle liegen bei den Sechs- und bei den Siebenjährigen Pferde deutscher Zucht. Allerdings nicht in deutschem Beritt.

Bei den Sechsjährigen sitzt der Belgier Vincent Martens im Sattel des führenden Pferdes, des Trakehners Eiskönig. Der Dunkelbraune ist ein Sohn von Andreas Dibowskis einstigem Bundeschampion Songline aus einer Mutter v. Trocadero. Züchter ist Bernhard Gehlhaar. Mit 41,90 Minuspunkten liegt er vor dem Hannoveraner Star Connection unter Michael Jung, der es auf 42,70 Minuspunkte brachte. Star Connection ist ein Sohn des Mecklenburger Springpferdemachers Chacco Blue in Verbindung mit dem Vollblüter Star Regent xx. Dr. Rainer Nitsch hatte die Anpaarungsidee. Inzwischen steht das Pferd in gemeinschaftlichem Besitz von Michael Jungs Eltern mit Jarno Debusschere. Platz drei belegt mit 44,40 Minuspunkten derzeit der Australier Christopher Burton im Sattel des KWPN-Wallachs Dutch Man Retto, ein Sohn des Holsteiners Colandro aus einer Mutter v. Julio Mariner xx (Z.: P. Dolfsma).

Von den weiteren Deutschen im Aufgebot der Sechsjährigen konnte sich keiner unter die Top Ten mischen. Zweitbeste Vertreterin der Bundesrepublik ist derzeit Michael Jungs Freundin Faye Füllgräbe im Sattel der Zangersheide-Stute Quebec v. Quick Landro-Landioso (Z.: Wilfried Ollech). Mit 55,40 Minuspunkten liegt das Paar auf dem 27. Platz. Einen dahinter (55,40) rangiert WM-Reiter Andreas Ostholt mit der Westfälin Corvette, auch dies eine Chacco Blue-Tochter in Kombination mit Vollblut, diesmal Mytens xx. Züchter ist hier Winfried Budde.

Das Live-Leaderboard der Sechsjährigen finden Sie hier.

Bei den Siebenjährigen dominieren die Franzosen das Feld allerdings im Sattel zumindest eines deutschen Pferdes. Es führt nämlich Nicolas Touzaint auf dem Holsteiner Hengst Caretinhus. Man ahnt es schon bei dem Namen: der Caretino-Lavaletto-Sohn gehört dem Haras de Hus. Dessen Hausherr ist auch Züchter. Gerade mal 34,0 Minuspunkte gab es für die beiden, das einzige Ergebnis in den 30ern. Zweiter (40,60) wurde mit Thomas Carlile ein weiterer Franzose, der den Anglo-Araber Tenareze gesattelt hatte, ein Sohn des Olympia-Vielseitigkeitshengstes Jaguar Mail aus einer Mutter v. Quatar de la Plape, der schon im Vorjahr den Titel geholt hatte. Der Reiter ist zugleich Besitzer. Züchter ist Patrick Sisqueille. Rang drei (43,70) belegt momentan der Brite Tom McEwen auf dem Selle Francais-Hengst Toledo de Kerser v. Diamant de Semilly-Papillon Rouge.

Bester Deutscher ist erneut Michael Jung, diesmal im Sattel der Vollschwester seines WM-Pferdes Rocana, der Ituango xx-Carismo-Tochter Ricona. Mit ihren 44,20 Minuspunkten hatten sie über Nacht noch in Führung gelegen. Nadine Marzahl steuerte die Hannoveraner Valentino-Varus-Tochter Valentine aus der Zucht von Martina Paulus auf den derzeit 13. Platz 46,70. Valentine war vor zwei Jahren Spitzenpferd der Top-Eventers-Auktion und wurde dort von Heike Kikuth erworben, die sie der Reiterin nun zur Verfügung stellt. Nadine hatte die Stute selbst ausgebildet. Ehe sie versteigert wurde, waren die beiden auch schon Vize-Bundeschampions geworden.

Anna Siemer und Chloe (Holst. v. Com Air-Sir Shostakovich xx, Z.: Britta Dieckmann, B.: Karsten Warnecke), Ingrid Klimke und Zilia D (Holst. v. Corland-Mytens xx, Z. u. B.: Friedrich Dehn) sowie Michael Jung mit Takinou (Anglo-Araber v. Jaguar Mail-Sardana Pierre, B.: Fam. Jung und Fam. Fischer) liegen mit jeweils 47,50 Minuspunkten gleichauf an 18. Stelle.
Für Marina Köhncke und ihren Holsteiner Let’s Dance (v. Lancer II-Contender, Z.: Hanno Köhncke) sprang mit 48,70 „Miesen“ Rang 24 heraus. Anna Siemer und Butts Avondale, ein nach bewährtem Butt-Rezept von Dr. Volker Steinkraus gezogener Hannoveraner v. Nobre xx-Heraldik xx, sind 31. (51,50) vor Andreas Brandt mit Morgendonner, einem ZFDP v. Matchello-Donnerschlag (Z.: Elke Johann to Settel), der auf 52,10 Minuspunkte kam. Und schließlich ist da noch Andreas Dibwoski im Sattel des Mecklenburgers Chardonnay de l’Ocean, einem Calino Tarno-Aarking xx-Sohn (Z.: Christel Scharmacher), der sich diesmal mit 57,90 Minuspunkten und momentan Rang 46 zufrieden geben musste.

Weitere Ergebnisse der Siebenjährigen finden Sie hier.

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