Berlin: Global Jumping Foals mit einem Coverboy

GLOBAL JUMPING BERLIN 2019

Coverboy v. Cornet Obolensky (© Thomas Hellmann)

Der Name der Preisspitze bei der Fohlenauktion im Rahmen des Global Champions Tour-Turnieres von Berlin ist auf jeden Fall schon mal viel versprechend: Coverboy.

Und die Abstammung des kleinen Holsteiners ist es auch: Cornet Obolensky ist der Vater, Nabab de Reve der Muttervater. Weiter geht’s im Pedigree mit Clearway und Corofino. Die Anpaarungsidee hatte Darius Zand aus Zelle. Für 20.000 Euro wurde Coverboy an den Grönwohldhof von Manfred von Allwörden verkauft. Aus dem Mutterstamm der Fiola gingen zum Beispiel die Holsteiner Hengste Capitol I-III hervor.

Die Global Jumping Foals sind von Anfang an dabei gewesen bei der Global Champions Tour-Etappe von Berlin. Das ganze ist eine gemeinschaftliche Initiative der Pferdezuchtverbände Holstein, Westfalen und der Süddeutschen Verbände. Der Durchschnittspreis für die zwölf Fohlen: 13.500 Euro. Roland Metz, der ja nun die Vermarktung beim Holsteiner Verband betreut, lobte: „Wir sind immer wieder begeistert von der Atmosphäre im Sommergarten. Das Publikum geht hier bei jedem Fohlen mit und wir haben es wieder geschafft, internationale Topreiter für unsere Fohlen zu begeistern.“

Das nächsthöchste Gebot lag bei 15.500 Euro für Quantico, auch dies ein Holsteiner (Z.: Christian Schröder, Bargteheide). Quanticos Vater ist der überragende Quabri de L’Isle, der mit dem Brasilianer Pedro Veniss unter anderem den Rolex Grand Prix in Genf 2016 hatte gewinnen können und Stammgast der Championate der letzten Jahre war. Muttervater Chambertin stellte schon Olympiasieger: Laura Krauts Cedric. Die Mutter, T-Silja, ist selbst erfolgreich bis 1,5 Meter im Parcours gewesen. Aus dem Stamm dieses Hengstanwärters kommen so großartige Pferde wie Nisse Lüneburgs Derby-Sieger Calle Cool, King Artus, der mit Dirk Schrade zum Mannnschaftsgold der Vielseitigkeitsreiter bei den Olympischen Spielen in London beitrug, und Markus Brinkmanns Dylon. Quantico fand eine neue Heimat in Berlin.

Diese Auktion ist deshalb so besonders, weil sämtliche Spitzenspringreiter zugegen sind. Die Versteigerung schloss sich gestern direkt an das Global Champions Tour-Springen an und so hat der da zweitplatzierte Ludger Beerbaum einen Teil seines Gewinngeldes gleich reinvestiert. Er erwarb den ebenfalls in Holstein registrierten Eagle Rock aus der Zucht der ZG Verhaagh in Neuendorf. Das Fuchshengstfohlen ist über Econoom van het Linde (aka Eagle Eye) ein Enkel der internationalen Spitzenpferde Darco und Cento. Mutter El Coriana stammt ab v. Chin Champ-Coriano-Lord, ist selbst Staatsprämienstute und hat bereits eine ebenso dekorierte Tochter.

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