BuCha: Sechsjährige Dressurpferde – Fasine setzt Maßstäbe

Fasine unter Isabel Bache, die nach ihrer Hochzeit mit Bastian Freese dessen Nachnamen trägt.

(© Fasine unter Isabel Bache, die nach ihrer Hochzeit mit Bastian Freese dessen Nachnamen trägt.)

Als erste Starterin ging Isabel Bache mit der Fürst Romancier-Tochter in das Finale der Sechsjährigen Dressurpferde. Und war bis zum Ende der Prüfung das Maß der Dinge.

Nach ihrem Sieg im Kleinen Finale zeigte Fasine v. Fürst Romancier-Sir Donnerhall (Z.: Gestüt Lewitz) unter Isabel Bache im Finale der sechsjährigen Dressurpferde noch einmal, was in ihr steckt. „Wow, das war ne Nummer!“, entfuhr es Kommentator Christoph Hess nach dem Ritt der Norwegerin. „Hier haben wir gesehen, wie man so eine Aufgabe reiten kann.“ Den „taktsicheren und leichtfüßigen Trab“, so Hess, bewerteten die Richter mit einer 9,0. Der Schritt, „sicher im Takt und das auch beim Zurückführen in die Versammlung“, war den Richtern eine 9,5 wert. Auf den Galopp und die Druchlässigkeit gab es jeweils eine 9,0, zu bemängeln hatten die Richter ein leichtes Verwerfen im Genick in den Seitengängen und einen unsauber gesprungenen fliegenden Wechsel. Auf den Gesamteindruck legten sie aber noch eine Schippe drauf: 10,0 stand am Ende auf der Anzeigentafel. In der Summe lieferten die Einzelnoten eine 9,3, das war der Sieg für die dunkelbraune Oldenburgerin. Reiterin Isabel Bache freute sich über ihren Ritt und dass sich Fasine von Prüfung zu Prüfung verbesserte und immer entspannter im Viereck wurde.

Mit fünf Zehnteln Abstand wurde Lady Loxley unter Carola Koppelmann Vizechampionesse. Die Rheinländerin v. Lord Loxley-Abanos konnte sich bereits in der Finalqualifikation auf den Silber-Rang platzieren, heute zeichnete sie sich im Trab besonders durch das Zeigen von differenzierten Tempi aus. Dafür erhielt die WM-Finalistin die Note 8,5, genauso wie für die Galoppade, die „sehr gut bergauf“ war, so Christoph Hess, bei der sich die Richter aber „ein Ideechen mehr Schluss von hinten gewünscht“ hätten. Der Schritt, vor allem der versammelte, wurde gelobt und mit einer 9,0 belohnt. Auf die Durchlässigkeit gab es ebenfalls eine 9,0, hier hob Hess die gelungenen fliegenden Wechsel hervor und dass die Reiterin ihr Pferd stets vor sich hatte. Mit einer 9,0 im Gesamteindruck lautete das Endergebnis für Lady Loxley 8,8.

Dritter wurde Heiner Schiergen auf dem Westfalen Damon’s Dejaron v. Damon Hill (Z.: Christian Becks), der in der Finalqualifikation Zweiter geworden war. Der Fuchs erhielt für den Trab eine 8,0. Schwungvoll und bergauf betitelte Hess den Bewegungsablauf, der Hengst müsse sich in der Oberlinie aber mehr öffnen und in den Trabverstärkungen mehr überfußen. Der Schritt, im starken Tempo „groß und stark“ wurde mit 9,0 honoriert. Die gleiche Note erhielt der Westfale  auf den Galopp. Die Durchlässigkeit war den Richtern trotz Zähneknirschens in der Trabarbeit eine 8,5 wert.

Insgesamt 16 Pferde nahmen am Finale der sechsjährigen Dressurpferde teil. Fünf davon aus Oldenburger Zucht, drei Rheinländer, vier Westfalen und vier Hannoveraner. Jeweils ein Pferd stammte aus  bayerischer und aus württembergischer Zucht. Alle Ergebnisse finden sie hier.

Zusätzlich zur Platzierung von Lady Loxley konnte sich Carola Koppelmann über den Gewinn des Tierschutzpreises, der für feines Abreiten verliehen wurde, freuen. Die Jury lobte vor allem ihre schonend gerittene Aufwärmphase, dass sie den Pferden in der Arbeitsphase immer wieder Pausen gönnt und dass die Pferde konstant mit der Nase vor der Senkrechten gearbeitet wurden. „Mit so einem Pferd macht es einfach Spaß“, sagte Carola Koppelmann über ihren Gewinn des Zusatz-Preises.

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