Causa Hannoveraner Verband: Klage von sechs Mitgliedern abgewiesen

hannoveraner-verband-RISS

Querelen erschüttern den Hannoveraner Verband (© st-georg.de)

Nach der Kündigung von Dr. Werner Schade, dem ehemaligen Zuchtleiter und Geschäftsführer des Hannoveraner Verbands, haben sechs Mitglieder versucht, Klage gegen den Vorstand erheben. Das Landgericht hat die Klage abgewiesen.

Dr. Rouven Seeberg, Pressesprecher des Landgerichts Verden, erklärte, der Richter habe die Klage wegen Unzulässigkeit abgewiesen. „Im Kern ging es dabei darum, dass es einfache Mitglieder waren, die den Vorstandsbeschluss nicht angreifen konnten“, so Dr. Seeberg. Warum das so ist, wollte er jedoch nicht weiter ausführen, da das gestrige Urteil mit detaillierter Begründung den Parteien noch gar nicht zugestellt worden ist.

Allerdings wies Dr. Seeberg auch daraufhin, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Parteien haben nun noch die Möglichkeit, sich an die nächsthöhere Instanz zu wenden. Das ist in diesem Fall das Oberlandesgericht Celle.

Zuerst hatte das Züchterforum über die Sache berichtet.

Zu dem Fall

Wegen der Entlassung Dr. Werner Schades hatten sich sechs Hannoveraner Züchter aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammengetan, um gegen den Vorstand zu klagen. Vertreten wurden sie von Pferderechtler Dr. Burkhard Oexmann.

Der war der Meinung, dass die Beschlussfassung des Vorstandes nicht rechtswirksam war. So sei beispielsweise die in der Verbandssatzung festgelegte Ladungspflicht verletzt worden, weil die Ladung den Vorstandsmitgliedern zu spät zugegangen sei. Auch sei Verbandspräsident Hans-Henning von der Decken bei er Abstimmung wegen Befangenheit nicht stimmberechtigt gewesen. Seine Stimme wurde jedoch gezählt.

Die formelle Seite war aber nur ein Argumentationsstrang in der Klageschrift von Rechtsanwalt Oexmann. Ausführlich haben wir hier über die Angelegenheit berichtet.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.