Gestüt Ligges verabschiedet Holsteiner Hengst Cassus

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Cassus v. Cassini (© www.gestuetligges.com/Große Feldhaus)

Das Gestüt Ligges musste sich diese Woche von einem ihrer etablierten Hengste verabschieden. Der Holsteiner Cassus hatte einen Unfall in der Box.

Auf der Facebook-Seite des Gestüts Ligges steht zu lesen: „Der bei uns stationierte Hengst Cassus musste gestern im Alter von 20 Jahren eingeschläfert werden. Er hat sich – für uns nicht zu erklären – in seiner Box über Nacht eine Schulterfraktur zugezogen.“

Der Hengst sei geröntgt und die Bilder von mehreren Tierärzten begutachtet worden. Der Besitzer des Schimmels, der Däne Christopher Lindenberg, habe dann die Entscheidung getroffen, dem Hengst „weitere Schmerzen zu ersparen“.

Cassus im Sport

Cassini-Cantus-Landgraf-Capitol – in Cassus‘ Pedigree ist alles vereint, was in der Holsteiner Zucht Rang und Namen hat. Zur Welt kam der Schimmel bei Jürgen Hattebuhr in Burgwedel. Seine internationale Karriere begann der Hengst mit Christian Ahlmann im Sattel, der mit ihm unter anderem beim Weltcup-Turnier in Mechelen erfolgreich war. Danach ging er noch erfolgreich unter Christoffer Lindenberg für Dänemark.

Cassus in der Zucht

Sportlich halten vor allem Janne Friederike Meyer-Zimmermanns Chuck und Crumley unter John Whitaker die Fahnen das Cassus hoch. Aktuell verzeichnet die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) 189 sporterfolgreiche Nachkommen des Cassus, darunter 29, die im Springsport bis Klasse S erfolgreich sind. Der Schimmel hinterlässt zwei gekörte Söhne, von denen Casanova Royal ins Hengstbuch I eingetragen ist. Zehn der 60 eingetragenen Zuchtstuten wurden mit der Staatsprämie ausgestattet.

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