Hans-Joachim Asbahs ist Holsteiner Züchter des Jahres

hans joachim Ahsbahs

Hans-Joachim Asbahs (© Janne Bugtrup)

Im Rahmen der Holsteiner Kör- und Auktionstage in Neumünster wird morgen der Züchter des Jahres 2018 ausgezeichnet. Es ist einer, dessen Familie sich seit Generationen dem Holsteiner Pferd verschrieben hat.

Hans-Joachim „Jochen“ Asbahs gehört zu den ganz großen Pferdekennern im Land zwischen den Meeren. Der Name Asbahs und die Holsteiner Pferdezucht gehören zusammen wie das Wattenmeer zur Nordsee. 1883 war es Jochen Asbahs Vorfahr Georg Asbahs, der das erste Holsteiner Gestütsbuch herausgab. Er ist also der Begründer der organisierten Holsteiner Pferdezucht.

Jochen Asbahs steht da ganz in der Tradition der Familie – ebenso wie Tochter Deike, die inzwischen die Leitung des Familienbetriebs auf einem Hof in Bokel übernommen hat. Was früher eine Milchviehhaltung war, ist inzwischen ein Dienstleistungsbetrieb für Pferdezucht,  -haltung und -ausbildung. Die Asbahs bieten ihren Kunden an, Stuten in Pension zu nehmen, sie dort abfohlen zu lassen, die Nachkommen aufzuziehen und auch anzureiten und auszubilden.

Und wer eine Problemstute hatte, die nicht mehr tragend wurde, der stellte sie zu Asbahs, denn der arbeitete noch mit Weidehengsten, wie z.B. dem Landgraf-Sohn Literat. Auf diese Weise wurde manche, bereits aufgegebene Stute dann doch noch tragend.

30 Jahre lang gehörte Jochen Asbahs zur Holsteiner Körkommission, 20 davon als deren Vorsitzender. Aber nicht nur in seiner Heimat ist er ein gefragter Mann. Sein Pferdewissen verschaffte ihm europaweit Einladungen zu Zuchtveranstaltungen.

Dass er nicht nur ein Theoretiker ist, davon zeugen viele erfolgreiche Pferde seiner Zucht. Und zwar in allen Sparten. 1984 gehörte der von ihm gezogene Marlon xx-Sohn Montevideo mit Uwe Sauer zum goldgeschmückten deutschen Dressurteam der Olympischen Spiele in Los Angeles. Quintero v. Quantum gehörte jahrelang zur ersten Riege im Beritt des Schweden Rolf-Göran Bengtsson. Aktuell ist es vor allem Laura Krauts Mannschaftsweltmeisterin Zeremonie v. Cero, die Werbung für die Asbahs’sche Zucht macht. Übrigens sammelte sie ihre ersten Parcourserfahrungen noch unter Deike Asbahs.

Bereits im August war Asbahs anlässlich seines 70. Geburtstages von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit der Gustav-Rau-Medaille ausgezeichnet worden, eine Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Pferdezucht. Der Holsteiner Verband hatte ihn schon 2016 mit seiner höchsten Auszeichnung bedacht, der Goldenen Ehrennadel. Und nun bescherte Zeremonies Auftritt bei den Weltreiterspielen in Tryon Jochen Asbahs die Auszeichnung „Züchter des Jahres“. Die Ehrung wird morgen in den Holstenhallen vor der Prämierung der Hengste vorgenommen.

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