Holsteiner Fohlenauktion erfüllten nicht alle Erwartungen

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19.000 Euro und 13.500 Euro lauteten die Spitzenpreise der beiden Fohlenauktionen des Holsteiner Verbandes in Behrendorf und Elmshorn. Die Springpferde der Zukunft kosteten im Durchschnitt gut 7.000 Euro, die in Nordfriesland waren dabei begehrter als ihre Kollegen in Elmshorn. Eine Kaufgruppe trat fast gar nicht in Erscheinung.

Auffällig wenige Kunden aus Benelux hatten den Weg ins Land zwischen den Meeren gefunden. Waren sonst Belgier und Holländer omnipräsent in den Verkaufslisten, so waren sie diesmal zurückhaltend: Zwei Fohlen gelangten in die Niederlande, eines nach Belgien. Dafür waren die Skandinavier stark: 14 Fohlen wurden nach Schweden veräußert, darunter mehrere Nachkommen des unter Rolf Göran Bengtsson bei den Weltmeisterschaften im Finale angetretenen Casall.
Das teuerste aller Fohlen war ein Schimmel v. Colman-Cassini (Stamm 318D1, Z.: Thomas Sporn, Jardelund). Das Hengstfohlen hatte vor zwei Wochen auf dem Landesturnier in Bad Segeberg das Fohlenchampionat gewonnen und wird für 19.000 Euro in Deutschland bleiben. Am zweitteuersten war in Behrendorf ein Stutfohlen v. Cassini I-Limbus (Stamm 776, Z.: Heinrich K. Clausen, Horstedt), das für 17.000 Euro einen neuen Stall in Estland fand. Die 42 Fohlen in Behrendorf (hier die detaillierte Verkaufsliste) kosteten im Durchschnitt 7.554,76 Euro und waren damit deutlich teurer als die 50 Fohlen in Elmshorn (Verkaufsliste hier), die 6.584 Euro im Schnitt erwirtschaften konnten. Hier betrug der Spitzenpreis 13.500 Euro für ein Hengstfohlen von Cascadello I-Caretino (Stamm 18A2, Z.: Heinz Eggert Sievers, Jevenstedt). Der Braune soll in Holstein aufgezogen werden.
Realistisch schätzte der Holsteiner Verbandspräsidnt Jan Lüneburg die Erlöse ein: Natürlich können wir mit dem Ergebnis, vor allem mit dem in Elmshorn, nicht zufrieden sein. Trotz einer interessanten Kollektion ist es uns in Elmshorn nicht gelungen, das gute Ergebnis aus dem Vorjahr zu halten. Eine Erklärung des niedrigen Durchschnittspreises in Elmshorn ist sicherlich die, dass viele Fohlen von den Züchtern zurückgekauft worden sind. Zufriedener fiel das Resümee des Vorsitzenden des Körbezirks Nordfriesland, Dieter Feddersen, zum Ergebnis der Auktion in Behrendorf aus: Man hat gesehen, dass die Qualität unserer Fohlen besser war als in den Jahren zuvor. Wir haben uns darüber gefreut, dass langjährige Kunden uns die Treue gehalten haben, ein Hinweis auf die einkaufsfreudigen Schweden, die seit Jahren nach Behrendorf kommen, um Holsteiner Fohlen zu kaufen.