Holsteiner Hengst Cassini I und Trakehner Häwelmann gestorben

Die Holsteiner Springpferdezucht hat einen seiner erfolgreichsten Vererber verloren, den Capitol-Sohn Cassini I. Und auch bei den Trakehnern gibt es einen herben Verlust zu beklagen.

Cassini wurde 26 Jahre alt. Wie der Holsteiner Verband berichtet, lag der Capitol-Caletto II-Sohn aus der Zucht von Johann Hermann Clausen gestern Morgen tot in seiner Box. Tags vorher stand er noch gesund und munter auf seiner Weide bei Peter Diedrichsen in Borgsum/Föhr.

Cassinis Nachkommen haben bisher gut 3,2 Millionen Euro im Sport verdient. Zu den bekanntesten zählen Gerco Schröders Mannschaftsweltmeister von 2006, Berlin (alias Caspar), Cumano, der unter Jos Lansink in demselben Jahr wie Berlin Einzelweltmeister wurde, der unter den belgischen Philippaerts-Zwillingen erfolgreiche Cabrio van de Heffinck und viele viele andere. Cassini selbst ging ebenfalls international im großen Sprt, gehörte unter anderem mehrmals unter Franke Sloothaak zum deutschen Nationenpreisteam.
Das FN-Jahrbuch verzeichnet derzeit 73 gekörte Söhne von Cassini, 669 eingetragene Zuchtstuten und 35 Staatsprämienstuten.

Cassini ist leider nicht der einzige Hengst, der in den letzten Tagen verstorben ist. Auch der Trakehner Häwelmann lebt nicht mehr. Allerdings war der Hofrat-Artistic Rock bedeutend jünger als Cassini, erst fünf Jahre alt. Er avancierte zum Siegerhengst der Trakehner Körung 2011 in Neumünster. Von dort aus wechselte er für 140.000 Euro nach Luxemburg. Auf der Website des Gestüts Pallerhaff, den neuen Besitzen steht zu lesen: „Man hat uns Häwelmann genommen! Er kam durch einen Unfall im Zusammenhang mit einer Routineoperation ums Leben. Sein plötzlicher Tod bedeutet für uns einen Verlust, der nicht zu verschmerzen ist. Der Siegerhengst des Jahres 2011 stand am Beginn einer hoffnungsvollen sportlichen Karriere im großen Viereck. Anlässlich seiner ersten Turnierauftritte, vor allem aber in seiner täglichen Arbeit demonstrierte er stets aufs Neue die Talente, die auf eine verheißungsvolle Laufbahn im großen Turniersport hinwiesen. Dazu traten eine vorbildliche Einstellung zur Arbeit, eine unermüdliche Leistungsbereitschaft und ein lupenreines Interieur. Eigenschaften, die ihn zu einem Mittelpunkt unseres Stalles machten, mit denen er seinen ihm vertrauten Menschen im täglichen Umgang nur Freude bereitete. Häwelmann war nicht nur unsere sportliche Zukunftshoffnung, er war auch ein Freund! Die Lücke, die sein plötzlicher Tod hinterlässt, ist nicht zu schließen.“ Familie Thorsen und das Team des Gestüts Pallerhaff

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