Klosterhof Medingen hat auf WFFS getestet

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Auf dem Weg zur Bronzemedaille bei der WM junger Dressurpferde 2015: Vera Nass und Quantensprung. (© www.toffi-images.de)

Auch der Klosterhof Medingen der Familie Wahler hat seine Vererber auf die Erbkrankheit WFFS hin testen lassen. Ein begehrter Dressurvererber ist positiv.

Der Quando Quando-Donnerhall-Sohn Quantensprung, Dritter bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde 2015 und regelmäßiger Lieferant von Spitzenfohlen und gekörten Hengsten, trägt das für das Warmblood Fragile Foal Syndrom (WFFS) verantwortliche Gen in sich.

Negativ getestet worden sind Stationsstar De Niro, der vergangenes Jahr verstarb, Borsalino, Danone, Donovan, Dostojewski, Escalito, Ehrengold, Kaiser Milton, Q-Sieben (der ein Sohn des Quantensprung ist), Abendtanz und Karajan.

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WFFS – wie geht es weiter?

Der Oldenburger Verband und das Westfälische Pferdestammbuch haben eine Vorreiterrolle eingenommen in Sachen WFFS und ein Rundschreiben an „ihre“ Hengsthalter geschickt, mit dem sie ihnen den Test ihrer Hengste ans Herz gelegt haben.

Hintergrund ist die Vererblichkeit des Gendefekts WFFS. Ein an WFFS erkranktes Fohlen kann nur dann zur Welt kommen, wenn beide Elternteile WFFS-positiv sind. Ist das der Fall, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent, dass das aus dieser Verbindung entstandene Fohlen entweder lebensuntüchtig ist und kurz nach der Geburt eingeschläfert werden muss. Oder aber es kommt gar nicht erst zur Welt, weil die Stute es vorher verliert.

Ist der Status der Elterntiere bekannt, kann dies verhindert werden.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat inzwischen ein Rundschreiben an sämtliche Zuchtverbände geschickt und darin um Stellungnahme gebeten, wie man dazu stehen würde, wenn ein WFFS Test für zuchtaktive Hengst Pflicht werden würde.

Die Haltung der Verbände haben auch wir abgefragt. Mehr dazu lesen Sie in St.GEORG 7/2018, der ab dem 27. Juni im Handel erhältlich oder online praktisch zu bestellen ist.