Münster: Escolar-Festival auf dem Reitpferde-Viereck, Rock Forever und Balous Bellini stellen Siegerstuten

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Westfalenchampionesse der vierjährigen Stuten und Wallache und nominiert fürs Bundeschampionat: Florentina S. (© Equitaris/Wegener)

Das gute alte E-Blut dominierte dank Hubertus Schmidts Escolar bzw. dessen Vater Estobar NRW das Geschehen auf dem Reitpferdeviereck der Westfalen-Championate in Münster-Handorf. Zu Stutenköniginnen wurden Töchter des Balous Bellini und Rock Forever ausgerufen.

 

Die Westfalen-Champions

Sechs dreijährige Stuten und Wallache kämpften heute in Münster-Handorf um den Titel des Westfalenchampions/der Westfalenchampionesse. Fünf davon stammen ab von Escolar. Eine solche Dominanz hat man äußerst selten!

Der Sieg ging an Gut Neuenhof’s Eternity aus einer Sir Donnerhall-Mutter. Pascal Kandziora stellte den Wallach vor, der es auf insgesamt 17,40 Punkte von beiden Richtergruppen brachte. Im Gebäude gaben alle eine 9,0. Der Trab wurde mit 9,0 bzw. 8,5 bewertet. Im Galopp herrschte wieder Einigkeit: 9,5, ebenso im Schritt: 8,0. Nur im Bereich Ausbildung gingen die Ansichten weit auseinander: 7,5 von der einen Gruppe, 9,0 von der anderen.

Zweite wurde Estelle aus einer Rock Forever-Mutter, vorgestellt von Hendrik Schulte-Märker. Mit 17,20 Punkten musste sie sich nur knapp geschlagen geben. Darüber hinaus erzielte sie in allen Kriterien bis auf Gebäude mindestens eine 9,0.

Eyleen aus der Laurentianer-Stute reihte sich unter Andrea Krehenwinkel mit 16,60 Punkten als Dritte ein.

Der Sieg bei den dreijährigen Hengsten ging an den Sunday-Sohn Silverline aus einer Ehrenmann-Mutter. Ann-Christin Wienkamp stellte den Hengst vor und konnte sich über 16,80 Punkte freuen.

Zweiter wurde Equitaris III v. Estobar NRW-Rubiloh. Der älteste Bruder des Hengstes war 2014 auf dem Bundeschampionat erfolgreich. 2013 sorgte er für Furore, als er als Westfale über die Hannoveraner Eliteauktion verkauft wurde. Sein jüngerer Bruder wurde heute mit 16,30 Punkten bedacht.

Platz drei ging nun gewissermaßen an einen Neffen des Zweitplatzierten: Equitop. Dessen Vater ist nämlich oben erwähnter Equitaris I. Die Mutter stammt ab v. Insterburg. Sina Aringer stellte den Hengst vor und erhielt 15,80 Punkte.

Bei den vierjährigen Stuten und Wallachen hatte eine weitere in Westfalen fest verankerte Linie das Sagen, die des Stempelhengstes Florestan. Es siegte mit 17,30 Punkten insgesamt Florentina S v. For Romance-Sandro Hit unter Eva Möller. Die Stute war im vergangenen Jahr für 200.000 Euro über die westfälische Eliteauktion verkauft worden und gehört nun dem Dressurstall Helgstrand, für den das Ehepaar Möller ja seit Anfang des Jahres tätig ist. Für den Trab gaben beide Richtergruppen der Stute die 9,0, ebenso für die Ausbildung.

Das Nachsehen hatte der Franziskus-Show-Star-Sohn For Deluxe mit Silke Ottenjann im Sattel. Er erzielte 16,70 Zähler. Dritter wurde Look at Ludo v. Licosto-Abanos, vorgestellt von Karolin Kamp (16,20), gleichauf mit Rock Revolution v. Rock Forever-Davignon unter Lars Schulze Sutthoff.

Für die vierjährigen Hengste wurde heute kein Championat ausgetragen. Der Grund: Es hatten sich ohnehin nur zwei Hengste dem Kampf gestellt, und dann brach sich Wiebke Hartmann-Stommel, Reiterin des Qualifikationssiegers Rosendiamant v. Rohjuwel-Don Bedo, gezogen von ZG Rohmann/Schulte, im Besitz von Christina Schwarz, im Training auch noch den Arm. Alfons Baumann, Züchter und Besitzer des Zweitplatzierten Ampere-Don Corazon-Sohnes Baumann’s Adonis unter Marina Wilbers, hatte sich mit Rosendiamants Besitzerin abgestimmt und geeinigt, dass die Schärpe quasi kampflos an Rosendiamant geht. Ein feiner Zug, denn Adonis hätte heute ohne einen einzigen Konkurrenten Westfalenchampion werden können. Aber sein Züchter und Besitzer erwies sich als Sportsmann. Nun heißt es Daumen drücken für Wibke Hartmann-Stommel, dass ihr Arm rechtzeitig zum Bundeschampionat Anfang September wieder ausgeheilt ist – gute Besserung!

Die Siegerstuten

Equitaris/Wegener

Westfalens Siegerstuten 2017: Ratina B und Berlinale

Zur Siegerstute Dressur wurde Ratina B ausgerufen, eine Dreijährige, die nicht nur über Rock Forever Springblut führt, sondern auch über ihre Mutter Camira B v. Contini. Züchter des Doppeltalents ist Heiner Beringmeier aus Delbrück.

Zur ersten Reservesiegerin kürte die Jury eine Tochter des einstigen Bundeschampions Fürst Fohlenhof aus einer Mutter, die ebenfalls einen Bundeschampion (sogar einen dreifachen) zum Vater hat: Lissaro. Sie kam bei Reiner Bockholt in Steinfurt zur Welt.

Estelle v. Escolar-Rock Forever, die später knapp geschlagene Zweite beim Westfalen-Championat wurde (siehe unten), trabte als 2. Reservesiegerin vom Platz. Hier zeichnete Niklas Schulte-Märter in Soest als Züchter verantwortlich.

Bei den Springstuten dominierte die Station Gripshöver mit Töchtern ihres Balous Bellini. Der stellte sowohl die Siegerin namens Berli nale (Mutter v. Friedenstraum) als auch die zweite Reservesiegerin, Beyoncé, die aus der Carina v. Cornet Obolensky stammt.

Dazwischen schob sich die von Werner Rissiek in Lügde gezogene Quite Feeling B v. Quasimodo van de Molendreef-Captain Fire. Als einzige der vorne platzierten Stuten steht sie nicht mehr im Besitz, ihres Züchters, sondern gehört inzwischen Mathieu Beckmann, Wettringen.

Medaillenverteilung bei den Ponys

Den Auftakt auf dem Reitpferdeviereck machten heute morgen die Ponys. Hier holte Dabia Dior v. D-Day AT-Validos Highlight unter Jaqueline Schurf den Titel bei den dreijährigen Stuten und Wallachen vor Divino Chico, ebenfalls ein D-Day AT- Sohn, diesmal aus einer FS Dr. Watson-Mutter, der von Uta Wüsthof präsentiert wurde. Bronze ging an Coco v. Top Christopbell-Top Nantario, vorgestellt von Anna Schulze Zuralst.

Jaqueline Schurf saß auch im Sattel des Champions bei den dreijährigen Hengsten, D-Power AT v. Dance Star AT-Notre Beau. Golden Grey v. Golden State-Clooney AT sicherte sich Silber unter Mareike Mimberg. Bronze gewann Der kleine Prinz v. FS Daddy Cool-Going Top mit Johanna Klippert im Sattel.

Bei den vierjährigen Stuten und Wallachen hatte zwar ein Pony mit einem Vater von der Station Schurf die Nase vorn, diesmal allerdings von Christiane Seelig geritten: Dancing Daylight v. Dreidimensional AT-Dressman. Don Theodor v. Dressman-FS Golden Moonlight holte unter Ann Kathrin Buck Silber vor FS Manitou Airline v. FS Mr. Right-FS Don’t Worry unter Jana Freund.

Champion der vierjährigen Ponyhengste wurde Herzkönig v. Helios-FS Don’t Worry unter Danica Duen. Dreiklang AT v. Dreidimensional AT-Classic Dancer sorgte für Jaqueline Schurfs dritte Medaille, diesmal in Silber. Und Adoro v. A new Star-FS Don’t Worry holte unter Julia Ralinofsky die Bronzemedaille.

 

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