Münster: Westfalens Siegerstuten v. Vitalis und À la Carte

Vitalis v. Vivaldi-D-Day

Vitalis v. Vivaldi-D-Day (© Recki)

Holländisches Blut auf der Vater- und Florestan auf der Mutterseite waren 2015 das Rezept nach dem Sieger- und Reservesiegerstute Dressur der Westfälischen Eliteschau gezogen waren. Auf dem Springring war Kösieger À la Carte der dominierende Vererber.

82 westfälische Reitpferdestuten stellten sich heute der Kommission, bestehend aus Susanne Schmitt-Rimkus, Warendorf, Dr. Wolfgang Kluge, Hille, Wilhelm Holkenbrink, Albachten, Zuchtleiter Wilken Treu, Münster, sowie dem externen Berichterstatter Wilhelm Weerda, dem Vorsitzenden des Oldenburger Pferdezuchtverbandes. Erstmals bildete die Eliteschau nicht den Auftakt der Westfalenwoche in Münster, sondern war gewissermaßen ihr Herzstück. Auf dem dressurbetonten Endring gingen acht Stuten, bei den Springern waren es sechs.

Dressurabstammungen

Bei den Dressurpferden offenbarte sich einmal mehr der Einfluss, den der KWPN-Hengst Vitalis v. Vivaldi während seines Gastauftrittes im NRW-Landgestüt offensichtlich ausgeübt hat. Bereits in seinem ersten Jahrgang 2011 konnte er auf hoch prämierte und teuer bezahlte Fohlen verweisen. Später gesellten sich diverse gekörte Söhne und Auktionsspitzen sowie Sieger in Reitpferdeprüfungen hinzu. Und Siegerstuten, letztes Jahr im Rheinland, nun auch in Westfalen. Die Vitalis-Tochter, die heute alle anderen Konkurrentinnen in den Schatten stellte, hört auf den Namen Vienna und wurde von Jürgen Bunge in Rahden aus einer Florestan-Mutter gezogen. Bunge war auch Aussteller der Braunen, die von der Jury als „qualität- und kraftvolle Typstute“ gelobt wurde.

Reservesiegerin wurde mit Bella Marie eine Tochter des einstigen holländischen Körsiegers Bordeaux aus einer Mutter v. Fidermark. Sie erblickte bei Reiner Bockholt in Steinfurt das Licht der Welt. Zweite Reservesiegerin wurde Brentwood v. Belarus-Florestan aus der Zucht und Aufzucht von Walter P.J. Droege in Düsseldorf.

Ebenfalls auf dem Endring gingen: Frankie v. Franziskus (Z: Heinz Könemann, Gronau-Epe, A: Emma Blundell, GB-North Yorkshire), Salsa d’Amour v. Sir Heinrich (Z: Heinrich Ramsbrock, Menslage, A: Dr. Jürgen Bornhorst, Ankum), Viktoria v. Vitalis (Z. u. A.: Hubertus Hummelt, Telgte), Fürstin Frieda B v. Fürstenball (Z. u. A.: Agnes Beckhoff, Rietberg) und Diva Dewein v. De Kooning (Z. u. A.: Heinrich Ramsbrock, Menslage).

Springabstammungen

NRW-Landbeschäler À la Carte v. Abke, Siegerhengst der Körung 2010, stellte drei der sechs Endringstuten, darunter die Siegerin. Diese hört auf den Namen A la Calinca und wurde von Heinrich Ramsbrock in Menslage aus einer Mutter v. Cornet Obolensky gezogen. Neben Korrektheit und Schmelz lobte die Bewertungskommission auch die Bewegungsdynamik der Stute, eine Eigenschaft, mit der auch schon ihr Vater punkten konnte.

Hinter ihr reihte sich Lotta B v. Light On-Lancer III als Reservesiegerin ein. Heiner Beringmeier in Delbrück ist Züchter und Aussteller in Personalunion. Quidam’s Miss v. Quidam de Revel-FAN Holland aus der Zucht von Johannes Jakobs in Paderborn-Wewer trabte als zweite Reservesiegerin vom Platz.

Die weiteren Springerinnen auf dem Endring waren: A la Cornada v. À la Carte (Z. u. A.: Hubert Hempen, Sassenberg), Aranja v. À la Carte (Z. u. A.: Winfried Ewers, Willebadessen) sowie Community v. Cornado (Z.: Alfred Hartung, Dipperz, A.: Wilfried Hempen, Werpeloh).