Stellungnahme des Hannoveraner Verbandes zum Fall Dario

Hannoveraner Verband-Dieta-Denkmal

(© www.st-georg.de)

Die Versteigerung des prämierten Hengstes Dario am 18. Juli hat viele Probleme beim Hannoveraner Verband aus den vergangenen Monaten wieder in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Die Angelegenheit ist mit dem Verkauf des Hengstes noch nicht abgeschlossen, denn noch gibt es laufende Gerichtsverfahren. Dazu hat der Hannoveraner Verband nun Stellung bezogen.

Im Zentrum der Angelegenheit steht der Dancier-Sohn Dario, Prämienhengst seiner Körung 2018, erkrankt am Shivering-Syndrom. Nach seiner Körung wurde er über den Hannoveraner Hengstmarkt für 120.000 Euro an die Norwegerin Kristin Andresen verkauft. Die wollte den Hengst dann jedoch aufgrund des Shiverings reklamieren. Sie habe spontan mitgeboten, darum sei ihr nicht bekannt gewesen, dass der Hengst an Shivering leidet. Das konnte man jedoch im Vorfeld vom zuständigen Tierarzt erfahren, bestätigte Celles Landstallmeister Dr. Axel Brockmann gegenüber St.GEORG und das kann man nun auch in einer Stellungnahme des Verbandsvorsitzenden Hans-Henning von der Decken zu der Angelegenheit nachlesen.

Andresen wollte den Hengst zurückgeben, weil ein Shiverer in Dänemark nicht decken darf. Weil sie eine gute Kundin des Hannoveraner Verbandes ist, erzielte sie eine Einigung mit dem damaligen Geschäftsführer Dr. Werner Schade. Der sagte, er habe den ausgehandelten Vertrag mit dem Kompromiss mit dem Verbandsvorsitzenden Hans-Henning von der Decken besprochen und dann eine Faksimile-Unterschrift darunter gesetzt. Das habe man schon häufiger so gehandhabt. Diese Unterschrift führte zur fristlosen Kündigung Schades.

Dario stand derweil die ganze Zeit in der Hengstprüfungsanstalt Adelheidsdorf, weil Kristin Andresen sich weigerte, ihn abzuholen. Nach mehrfacher Aufforderung durch Celles Landstallmeister Dr. Axel Brockmann, dem auch die HPA Adelheidsdorf untersteht, wurde der Hengst nun versteigert und wechselte für 9500 Euro den Besitzer.

Derweil hatte Kristin Andresen in Dänemark geklagt, um die Rechtmäßigkeit des mit Schade geschlossenen Vertrages zu klären. Ihr wurde von einem dänischen Schiedsgericht Recht gegeben. Doch der Hannoveraner Verband ficht den Vertrag an. Das sowie Stellungnahmen zu weiteren Aspekten der Angelegenheit, sind aktuell auf der Homepage des Hannoveraner Verbandes nachzulesen. Da geht es auch um den Vorwurf aus dem Vorstand, Hans-Henning von der Decken habe in Bezug auf seinen Kenntnisstand über die Krankheit des Hengstes gelogen. Dazu nimmt von der Decken auch noch einmal gesondert Stellung.

 

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