CCI**** Luhmühlen: Jungs Doppel-Triumph

Super-Michi zum Zweiten

Luhmühlen 16.06.2012 Internat. Vielseitigkeit CCI**** Siegerehrung: Michael Jung (GER) auf seiner Ehrenrunde mit Leopin Foto: Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© Julia Rau)

Nach dem CIC***, zugleich Deutsche Meisterschaft, mit River of Joy, gewann Michael Jung auf Leopin auch die Viersterne-Prüfung in Luhmühlen vor der Australierin Lucinda Fredericks auf Flying Finish und Andreas Dibowski auf Butts Avedon.

Zwei Abwürfe hätte er sich leisten können, Michael Jung auf Leopin ließ es bei einem bewenden. Nur einen Abwurf, vier Punkte, fügte er seinem Dressurergebnis hinzu und sicherte sich 36,80 Punkten auf dem 13-jährigen in Sachsen gezogenen Leopin v. Legal Legend xx-Pius den Sieg in der Viersterne-Prüfung von Luhmühlen. Für Leopin war diese zum  letztmöglichen Termin erworbene Platzierung zugleich die Grundqualifikation für die Olympischen Spiele in London. Dass er dies schaffen würde, war auch für die Selektoren wohl keine Frage, denn sie setzten ihn schon vor dem Springen als Jungs zweites Pferd hinter Sam auf die London-Longlist.

Für die Dressursiegerin Lucinda Fredericks wendete sich am Ende alles zum Guten, nach einem fehlerlosen Parcours rückte sie wieder auf Platz zwei vor (42,00). Im Gelände hatte sie einige holprige Momente gehabt und war zauf Platz vier urückgefallen. Ihre Aussichten, mit dem zehnjährigen Holsteiner Flying Finish v. Candillo-Lord, ihr Land in London vertreten zu können, sind gestiegen, schließlich schauten einige der Selektoren zu. Gesunken sind sie stattdessen für Andrew Hoy. Vor dem Springen mit Rutherglen noch auf Platz zwei, knapp hinter Jung, mit Chance auf den CCI****-Sieg und seinen siebten Olympiastart, brach im Parcours das Desaster über ihn herein. Mit 14 Fehlern fiel er auf Platz sechs zurück.

Quasi auf der Tribüne wurde Andreas Dibowski Dritter (43,20). Er selbst legte mit Avedon eine makellose Nullrunde hin, aber die Reiter, die nach ihm kamen und in der Wertung vor ihm lagen, patzen einer nach dem anderen und fielen zurück. Er und Jung waren die einzigen deutschen Reiter, die noch zum Springen antraten, Kai Rüder hatte Oliver Cael zurückgezogen. Anna Warnecke war im Gelände nach einem Salto am Wassereinsprung, der jedem Stuntman Ehre gemacht hätte, als Twinklebee zum ersten Mal in seinem Leben die Bremse zog, ausgeschieden.