DM Voltigieren: Rheinländer Triumph

Alle Goldmedaillen, die bei den deutschen Meisterschaften der Voltigierer in Leipzig verteilt wurden schnappte sich der Landesverband Rheinland – einschließlich die der Gruppenvoltigierer. Der für die Weltreiterspiele nominierte VV Ingelsberg musste sich mit Silber begnügen.

Nicht so überraschend wie die Rangierung bei den Gruppen war der Sieg von Kai Vorberg mit Sir Bernhard bei den Herren. Damit holte der Doppelweltmeister sich seinen achten Deutschen Meister-Titel. Vorberg gab sich bescheiden: „Jeder Titel ist etwas Besonderes, vor allem, weil es immer schwieriger wird, zu gewinnen.“ Kleine Schwächen zum Ende der zweiten Wertungsprüfung, der Kür, erklärte der WM-Favorit so: „Nach meinem Vorsprung aus dem ersten Umlauf wollte ich mein Ergebnis im Finale nur noch absichern. Mir war es wichtig, dass mein Pferd einen guten letzten Durchgang zeigt, so dass wie mit einem sicheren Gefühl zu den Weltreiterspielen nach Kentucky reisen können“, sagte der Kölner. „Der Schimmel hat sich super präsentiert, war entspannt und dennoch voll bei der Sache. Damit bin ich mehr als zufrieden.“ Die Silbermedaille bei den Herren ging an Daniel Kaiser mit Merkur, der die Kürwertung für sich entschied. Die Bronzemedaille sicherte sich Gero Meyer mit Grand Gaudino.

Bei den Damen triumphierte Simone Wiegele mit Arkansas. Sie lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer Trainingskollegin Antje Hill, die ebenfalls auf Arkansas turnte. Die erste Wertung ging an Wiegele, den Technikteil konnte Hill gewinnen. Somit musste das Ergebnis der Kür entscheiden und hier setzte die 24-jährige Simone Wiegele sich durch. Bronze ging an die erst 17 Jahre alte Junioren-Europameisterin 2009, Sarah Kay mit Weltoni RS.

Als Favorit bei den Gruppen war der VV Ingelsberg mit Pferd Adlon ins Rennen gestartet, der sich schon früh in der Saison in bestechender Form gezeigt und sein Ticket für die Weltreiterspiele gesichert hatte. In Leipzig wurde es jedoch „nur“ Silber. Lediglich die Finalkür konnten die Bayern für sich entscheiden. Gold in der Teamwertung ging ins Rheinland, an das Team Bleyer Köln/Neuss mit Weltoni RS, das sich erst kurz vor dem CHIO Aachen zusammengefunden hatte. Der Grund: Beide Bundeskadermannschaften aus Neuss und Köln hatten in dieser Saison Verletzungspech, so dass sie keine eigenen Gruppen aufstellen konnten. Die Bronzemedaille wurde den Voltigierern der Gruppe Habighorst-Bordenau mit Bobby umgehängt. 
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