CDV Cup-Finale 2015 – das Regendrama von Rüspel

Es hätte so schön werden können! Ein kleiner aber feiner Kreis von CDV Cup-Finalisten hatte für den CIC* in Rüspel gemeldet. Dort hätten sie unter anderem gegen die frisch gebackene Mannschaftseuropameisterin Ingrid Klimke reiten können. Doch dann musste der CIC* und damit auch das CDV Cup-Finale abgesagt werden.

Alles war perfekt vorbereitet. Wochenlang hatten Turnierleiter Patrick Philipp und seine Crew die Geländestrecke im niedersächsischen Rüspel liebevoll aufgebaut und gestaltet. Das Wochenende sollte nicht nur die Entscheidung im CDV Cup, sondern auch im U15-Bundesfinale und der Deutschen Meisterschaft der Ponyvielseitigkeitsreiter bringen. Doch dann kam der Regen. Die Ponys konnten morgens als erste auf die Strecke. Und obwohl hier schon einige mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen hatten, kamen die meisten wohlbehalten ins Ziel. Nur, es regnete weiter und der Boden konnte nichts mehr aufnehmen. An vielen Stellen erinnerte er mittlerweile an die Mondlandschaft, der zum Schluss die Wiesen rund um Blair Castle bei der EM am Wochenende zuvor geglichen hatten. Da blieb keine andere Wahl, als die folgenden Prüfungen, sowohl den CIC* als auch die VL, abzusagen. Patrick Philipp: „Wir haben uns mit dem Technischen Delegierten und den Richtern zusammengesetzt und beraten. Unsere Entscheidung stand rasch fest. Bei einem eventuellen Unfall hätte nicht einmal ein Rettungswagen auf die Strecke fahren können. Da war klar: Sicherheit geht einfach vor!“ Schon morgens hatte Philipp durch seine beiden Funkgeräte immer wieder nur den einen Satz gehört: „Bitte Mineralgemisch zu Hindernis x!“. „Bitte Mineralgemisch zu Sprung y.“ Drei Schlepper seien an diesem Wochenende einzig damit beschäftigt gewesen, eben jenes Gemisch auszufahren, damit wenigstens die Absprung- und Landeflächen für die Ponys trittfest und sicher gemacht werden konnten, berichtet Philipp. Später wurden die Traktoren dann umfunktioniert und halfen mit, alle Fahrzeuge und Anhänger aus dem Matsch zu ziehen. „Die wahren Stars des gesamten Turniers“, wie der Verein für Vielseitigkeitsreiterei Rüspel e.V. auf seiner Facebookseite textet.

Aber sie waren es zumindest nicht allein. Wahre Helden waren auch die Veranstalter und freiwilligen Helfer, die sich unendlich viel Mühe gegeben haben, ein Turnier mit tollen Bedingungen auf die Beine zu stellen, die aber anscheinend kein Vertrag mit Petrus hatten. So schade! Das sahen auch die Teilnehmer so. Der einheitliche Tenor war Mitgefühl für die Veranstalter, die sich umsonst abgerackert haben. Immerhin, die Dressur des CDV Cup-Finales hatte ja stattgefunden. Danach lag Juliane Barth mit Alani auf Siegkurs. In einer Prüfung, für die „Big Names“ wie Ingrid Klimke, Peter Thomsen und diverse weitere international erfolgreiche Größen genannt hatten, belegte Barth Platz 17 in der Zwischenwertung. Dahinter lag Miriam Conrad mit Don Junior auf Platz zwei der CDV-Wertung vor Annekatrin Franzky auf Ringaskiddy.

Die weitere Rangierung nach der Dressur:

  1. Laura Henninga auf Luigi
  2. Jasmin Hille mit Fashion Queen
  3. Charlotte Regier auf Marchesi Impel de Reve
  4. Lisa Hemmer und Forstmeister
  5. Roland Markert mit Skydancer

Die wertvollen Ehrenpreise der Firma Krämer werden den Teilnehmern trotzdem zugeschickt. Und wir würden uns sehr freuen, mit allen Beteiligten am 30. Januar 2016 beim CDV Ball im Hotel Sudermühlen zu feiern!

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