Berufsreiterchampionat Springen: Sandra Auffarth siegt souverän

Neue Berufsreiterchampionesse: Sandra Auffarth mit Landlord (Foto: Toffi)

Neue Berufsreiterchampionesse: Sandra Auffarth mit Landlord (Foto: Toffi)

Das Finale mit Pferdewechsel genügte in diesem Jahr nicht, um den Berufsreiterchampion im Springen zu ermitteln – es musste noch ein Stechen her. Mit Nervenstärke und einem Bilderbuchritt sicherte sich Sandra Auffarth den Titel.

Die Mannschaftsolympiasiegerin in der Vielseitigkeit hatte schon im Vorjahr die Bad Oeynhausener Luft geschnuppert und war knapp Vierte geworden im renommierten Berufsreiterchampionat der Springreiter, das an diesem Standort zum 13. Mal ausgetragen wurde. Diesmal hatte es geklappt mit der Finalteilnahme, und das dann auch noch auf einem selbst Gezogenen: dem zehnjährigen Oldenburger Wallach Landlord v. Lord Pezi. Sandra Auffarth, die bereits vier Mal den Vizetitel beim  Berufsreiterchampionat der Vielseitigkeitsreiter errungen hatte, ließ in Bad Oeynhausen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie im Springsattel genauso gut ist wie im Busch.

Dieses Championat hat die Besonderheit, dass es im Pferdewechsel ausgetragen wird – die besten drei Reiter, die aus zwei Qualifikationen ermittelt werden, treten im Finale in einem S**-Parcours (1,45 Meter Höchstmaß) an – drei Runden à zehn Sprünge, fünf Minuten Vorbereitungszeit auf den fremden Pferden, höchstens vier Probesprünge.

Neben Sandra Auffahrt hatte sich der Vorjahressieger Mathis Schwentker erneut in Szene gesetzt – gleich mit zwei Pferden konnte er sich fürs Finale qualifizieren, der bessere von ihnen war der zehnjährige ungarische Wallach Louis Vuitton, mit dem der 25-Jährige in der ersten Qualifikation noch Achter war, die zweite Qualifikation dann gewann. Dritte im Bunde war die 27-jährige Berufsreiterin Leonie Jonigkeit mit Dede V, einem neunjährigen westfälischen Hengst v. Dollar De la Pierre, dem jüngsten Pferd des Finales. Seit einigen Jahren kommt sie nach Bad Oeynhausen, aber 2018 gelang ihr erstmals der Sprung ins Finale.

Jeder der Finalisten startete mit einer persönlichen Bilderbuchrunde, jeweils fehlerfrei auf dem eigenen Pferd. Nachdem dann Mathis Schwentker ein bisschen Pech hatte mit Fremdpferd Dede und acht Fehlerpunkte zu Buche schlugen, entbrannte der Kampf um den Sieg zwischen den beiden Amazonen – eine Konstellation übrigens, die es im Finale eines Berufsreiterchampionats noch nicht gegeben hatte. Beide Damen leisteten sich nur einen Abwurf in den beiden Runden mit den Fremdpferden – damit war klar: Der Sieg wird im Stechen entschieden.

Hier musste Leonie Jonigkeit vorlegen, ihr gelang der schnellste Ritt, aber Dede unterliefen zwei ärgerliche Fehler. So konnte Sandra Auffarth mit aller Routine einen ruhigen, stilistisch tollen Ritt präsentieren Sie ist in der insgesamt 18-jährigen Geschichte des Berufsreiterchampionats damit die zweite Frau nach Judith Eimers (2011 und 2012), die dieses Championat für sich entscheiden konnte. Kleiner Trost für Schwentker: Er erhielt aus den Händen des Springreiter-Co-Bundestrainers Heinrich-Hermann-Engemann das Goldene Reitabzeichen – und sein Pferd Louis Vuitton war bestes Pferd des Finales.

Alle Ergebnisse und weitere Turnierberichte über das Sielturnier in Bad Oeynhausen finden Sie hier.

 

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