Carl Hester zum zehnten Mal Britischer Meister, Nip Tuck nun Lehrpferd

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Carl Hester und Nip Tuck bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg. (© Pauline v. Hardenberg)

Ein England waren am vergangenen Wochenende Britische Meisterschaften. Bei den Grand Prix-Reitern war Carl Hester einmal mehr nicht zu schlagen. Er verriet anschließend, dass sein Championatspferd Nip Tuck nun eine neue Aufgabe hat.

Mit 78,475 Prozent gewannen Carl Hester und Nip Tuck die Grand Prix-Kür. Damit wurde Hester nun schon zum zehnten Mal nationaler Champion in Großbritannien. Silber sicherte sich Lara Butler auf Kristjan mit 75,55 Prozent. Bronze ging an Louise Bell im Sattel von Into the Blue (73,6).

Letztere sind ein bisschen die Exoten der britischen Dressurszene, denn Louise Bell war eigentlich eine reine Showreiterin, bis sie 2011 an dem Horse & Hound Contest „Switching Disciplines“ teilnahm, Unterricht bei Michael Eilberg erhielt und danach infiziert war.

Ihr Spitzenpferd Into the Blue, mit dem sie es diesen Sommer ins britische Team beim CHIO Aachen geschafft hat, ist rein abstammungsmäßig ein Springpferd. Kein Wunder – sein Züchter ist John Whitaker. Louise Bell hat aus ihm ein Dressurpferd gemacht. Ungewöhnlich? Nicht für eine Reiterin, die Dorothee Schneider ihr Vorbild nennt, von der sie einst im Interview mit Horse & Hound sagte: „Sie ist eine wirkliche Reiterin! Ich kann mir vorstellen, dass sie alles reiten kann! Sie ist so eine talentierte Pferdefrau – sehr intelligent und sehr bescheiden.“

Nip Tuck nun Lehrpferd

Gegenüber British Dressage erklärte Carl Hester später, dass Nip Tuck aka „Barney“ gar nicht mehr bei ihm im Stall steht. Er steht nun bei dem 26-jährigen Robert „Rob“ Barker, der ursprünglich mal Vielseitigkeitsreiter war, aber nun auch im Dressursattel durchstarten will. Er trainiert mit Carl Hester und will es mit dem nun 15-jährigen Barney ins Grand Prix-Viereck schaffen.

Carl Hester: „Ich werde ihn weiter zweimal die Woche reiten und Rob kann von ihm lernen. Das wird ihm für seine eigene Reiterei helfen und er kann es später bei seinen eigenen Pferden anwenden. Wenn ich keine helfende Hand gehabt hätte, als ich noch jünger war, wäre ich niemals dorthin gekommen, wo ich jetzt bin. Das ist sehr wichtig. Barney hat noch immer viel zu geben und ich glaube nicht, dass er je in den Ruhestand gehen wird.“

Carl Hesters helfende Hand war die von Laura Tomlinsons Vater Wilfried Bechtolsheimer, aus dessen Stall seine ersten Championatspferde kamen: Giorgione, mit dem er 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona am Start war, und Rubelit, der ihn 1990 zu den Weltreiterspielen in Stockholm trug und 1991 zu den Europameisterschaften in Donaueschingen.

Quelle: BD/horses.nl

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