CDI Mariakalnok: Deutscher Dressurnachwuchs auf Schleifenkurs

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Die siegreichen deutschen Nachwuchsreiterinnen beim CDI Mariakalnok 2019 in Ungarn. (© Instagram/@freibergerhof)

Drei Nationenpreise waren beim International Dressage Festival im ungarischen Dressurzentrum Mariakalnok ausgeschrieben, dreimal erklang in der Siegerehrung die deutsche Nationalhymne. Es hätte aus deutscher Sicht kaum besser laufen können für die nächste Generation im Dressurviereck. Die Weltcup-Prüfungen sicherte sich der Luxemburger Sascha Schulz.

Bereits am Donnerstag fiel die Entscheidung in den Nationenpreisen der Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter. Bei den Ponys sammelten Lucie-Anouk Baumgürtel mit Coriander und ihre jüngere Schwester Lana-Pinou mit Massimilano Punkte für das deutsche Team. Außerdem hatten Frederike Feldhaus und Delray sowie Jana Lang und Nur für Dich die Reise nach Ungarn angetreten. Alle vier Reiterinnen überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und landeten jeweils bei einem Ergebnis um die 71 Prozent. Damit gelang der Sieg vor Österreich und Polen mit einem bequemen Vorsprung.

Nur zwei U18-Talente, Emely van Loon mit Desperaux und Henriette Schmidt mit Rocky’s Sunshine, ritten im Nationenpreis der Junioren für das deutsche Team. Während Henriette Schmidt mit 72,212 Prozent das beste Ergebnis der Prüfung erzielte, landete Emely van Loon mit 70,879 Prozent auf dem dritten Rang. Zusammen addiert war das Gold für Deutschland, gefolgt von den Teams aus Österreich und Ungarn.

Bei den Jungen Reitern war mit Bettina Nuscheler/Lully, Silke Hanft/Rock for Diamonds, Enya Müller/Rudolph und Cosima von Fircks/First Ampere dann wieder ein komplettes Reiter-Pferd-Quartett im Nationenpreis am Start. Und auch hier gab es kein Vorbeikommen an den deutschen U21-Damen. Das beste Einzelergebnis lieferte mit 70,882 Prozent Cosima von Fircks. Platz zwei in der Teamwertung ging an Österreich, auf Rang drei lag Polen.

Kein Vorbeikommen an Team Germany

Auch in den Einzelentscheidungen am Samstag und Sonntag dominierten die deutschen Paare das Geschehen. Die mehrfache Europameisterin, Lucie-Anouk Baumgürtel, sicherte sich bei den U16-Reiterin in der Einzelentscheidung einen Doppel-Sieg. Mit dem zehnjährigen Coriander kam sie auf 74,369 Prozent, mit dessen Halbbruder Classic Dream (beide Ponys stammen von Chambertin ab) waren es 74,009 Prozent. Platz drei ging an Frederike Feldhaus und Delray (72,793 Prozent) vor Lana-Pinou Baumgürtel mit Massimiliano (72,793 Prozent). In der Kür am Sonntag wurden die Karten dann noch einmal neu gemischt: Hier gewann Jana Lang auf Nur für Dich mit 74,290 Prozent. Lana-Pinou Baumgürtel und Massimiliano erhielten für ihre erste gemeinsame Kür 74,025 Prozent, Platz zwei. Damit musste sich Schwester Lucie-Anouk auf Coriander geschlagen geben, die sich mit 71,655 Prozent knapp gegen Frederike Feldhaus mit Delray (71,520 Prozent) durchsetzen konnte.

Das Triple gelang Henriette Schmidt und Rocky’s Sunshine bei den Junioren. Die beiden entschieden sowohl die Einzelaufgabe (72,941 Prozent) als auch die Kür (76,758 Prozent) für sich. Für die 17-Jährige ist es die letzte Saison in dieser Altersklasse. Gleiches gilt für Emely van Loon, die am Samstag mit ihrem Don Diamond-Nachkommen Despereaux auf 70,265 Prozent kam, Platz drei. In der Kür bedeuteten 71,833 Prozent schlussendlich Rang vier für das Paar.

Auch Cosima von Fircks durfte die Heimreise nach Deutschland ungeschlagen antreten. In der Einzelaufgabe am Samstag feierte sie mit First Ampere (72,118 Prozent) und Easy Fellow (71,059 Prozent) einen doppelten Triumph. Ihre Teamkolleginnen Bettina Nuscheler, Enya Müller und Silke Hanft konnten sich in dieser Reihenfolge auf den Rängen vier, sechs und sieben platzieren. 72,625 Prozent vergaben die Richter in der Kür für die Vorstellung von Cosima Fircks und ihrem erst achtjährigen Ampère-Sohn. Der Hannoveraner war übrigens unter Tessa Frank schon mehrfach erfolgreich auf dem Bundeschampionat und bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde am Start. Für Bettina Nuscheler ging es in der Kür einen Platz nach vorne (70,125 Prozent/3.). Silke Hanft und Enya Müller gelang quasi eine Punktlandung: Mit jeweils 68,667 Prozent wurden beide Vierte.

Weltcup-Punkte für Uwe Schwanz

Mariakalnok war zugleich Weltcup-Etappe für die Dressurreiter. Als einziger deutscher Reiter ging Uwe Schwanz mit dem elfjährigen Hotline-Sohn Hermes an den Start. Im Grand Prix belegte das Paar mit 69,957 Prozent den dritten Platz. Der Sieger in dieser Prüfung kam aus Luxemburg: Sascha Schulz erhielt auf seinem elfjährigen Lusitano Dragao 72,283 Prozent. Dahinter rangierte Morgan Barbancon Mestre mit Bolero (70,565 Prozent), die seit vergangenem Jahr wieder unter französischer Flagge unterwegs ist.

Die Kür ging mit 75,440 Prozent erneut an Sascha Schulz und seinen imposanten Schimmel. Morgan Barbancon Mestre musste mit 74,205 Prozent dieses Mal auch noch der Russin Regina Isachkina und Sun Of May Life den Vortritt geben. Letztere war 2019 auch schon beim Weltcup-Finale in Göteborg Anfang April am Start gewesen. Gestern kam sie mit ihrem San Amour-Sohn auf 74,650 Prozent. Für Uwe Schwanz und Hermes bedeuteten 73,455 Prozent am Ende Rang vier.

Alle Ergebnisse vom CDI Mariakalnok finden Sie hier.

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