Tobias Meyers Groß Viegeln-Triumph 2019 mit Unterstützung vom Gastgeber

DKB-Pferdewoche auf Gut Groß Viegeln 2019

Tobias Meyer und Quintair gewannen den Großen Preis von Groß Viegeln 2019. (© Thomas Hellmann)

Ein „top Turnier mit Herz“, das „nicht in Sternen auszudrücken ist“ sei das CSI4* Groß Viegeln auf dem gleichnamigen Gut von Holger Wulschner, schwärmt Tobias Meyer. Und wenngleich seine Ansichten als Sieger des Großen Preises auch etwas subjektiv gefärbt sein mögen, stimmen ihm die Kollegen da voll zu. Ist ja auch kein Wunder bei dem Gastgeber.

Es war nämlich Holger Wulschner persönlich, der Tobias Meyer den entscheidenden Tipp fürs Stechen mit auf den Weg gegeben hat: „Holger hat mit gesagt, ich soll auf den Steilsprung etwas weiter ausholen. Das habe ich dann auch gemacht“, so der spätere Sieger.

Sein Partner unter dem Sattel war der neunjährige Holsteiner Wallach Quintair v. Quintero. Den reitet Meyer erst seit wenigen Monaten. Zuvor ging er erst mit Ferenc Szentirmai, dann kurzzeitig unter Simon Delestre und vor Meyer unter Pénélope Leprevost. Besitzer ist Aleksandr Onischenko – wenngleich der Wallach offiziell auf die Michaels & Beerbaum GmbH eingetragen ist. Groß Viegeln war übrigens nicht der erste große Erfolg für Quintair unter Meyer. Gleich bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen des CSI3* von Neumünster wurden sie Dritte im Championat.

Jetzt in Groß Viegeln standen sie also ganz vorne. Trotz des etwas weiteren Weges auf besagten Steilsprung waren die beiden mehr als eine ganze Sekunde schneller als der Rest des Feldes. Bei 37,41 Sekunden stoppte die Uhr für Meyer und Quintair. Am dichtesten dran war noch der Niederländer Kevin Jochems im Sattel des Numero Uno-Sohnes Cristello mit 38,73 Sekunden.

Von den sechs Reitern im Stechen war genau die Hälfte auch ein zweites Mal fehlerfrei geblieben. Den ersten „Doppel-Nuller“ hatten Markus Beerbaum und Cool Hand Luke geliefert, die am Ende Dritte wurden mit 39,03 Sekunden, was aber auch die drittschnellste Zeit war. Platz vier sicherte sich Harm Lahde auf der Heartbreaker-Tochter Heartfelt mit 39,28 Sekunden und einem Abwurf. Auch bei den anderen zwei Reitern fiel jeweil eine Stange. Felix Haßmann und Chaccinus wurden Fünfte, Willem Greve und Zypria S Sechste.

Turnierchef Holger Wulschner, im vergangenen Jahr noch Heimsieger, konnte den Kollegen in aller Ruhe Tipps geben. Für ihn war die Reise mit Cha Cha Cha nach dem ersten Umlauf vorbei. Das störte ihn jedoch keineswegs: „Das Reiten ist ein bisschen Nebensache auf dem eigenen Turnier. Dafür sind wir gute Gastgeber und lassen anderen den Vortritt.“

Youngster-Tour Finale an Ehning mit dem neuen Star

Der Name von Marcus Ehnings Neuzugang im Stall ist schon vielversprechend: Stargold. Seit Anfang des Jahres hat der WM-Dritte den Stakkato Gold-Sohn unter dem Sattel. Der war mit Tobias Meyer bereits Sieger im Warendorfer Youngster Championat gewesen, hat also schon bewiesen, das er zumindest in Deutschland zu den besten Springpferden des Landes gehört. In Groß Viegeln ließ der achtjährige Oldenburger Hengst aus der Zucht des Gestüts Sprehe nun auch die internationale Konkurrenz mit deutlichem Abstand hinter sich.

Die Liste der Kandidaten im Stechen des letzten Youngster-Springens des Wochenendes in Groß Viegeln war lang: 24 Paare, von denen elf auch gegen die Uhr ohne Abwurf blieben. Aber Ehnings 35,02 Sekunden waren nicht zu schlagen. Platz zwei holte Markus Renzel auf der Holsteiner Clarimo-Tochter C-Steffra mit 37,37 Sekunden, gefolgt von Maximilian Lill im Sattel von Skip Rock, einer Semper Fi-Tochter aus der Zucht und im Besitz der Böckmann Pferde GmbH (37,50).

Weitere Ergebnisse aus Groß Viegeln finden Sie hier.

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