Delatio verletzt, Patrick van der Meer mit Last Minute-Weltcup-Ticket

2017-05-25 Deutsches Spring- und Dressur-Derby Hamburg Flottbek  Deutsches Dressur-Derby Finale

2017 wurde Emile Faurie Sieger des Deutschen Spring- und Dressurderbys. Er ritt damals schon Delatio, der zum besten Pferd im Finale avancierte. (© Ludwiga von Korff)

Noch ein Reitertausch beim Weltcup-Finale der Dressurreiter. Der Niederländer Patrick van der Meer rückt für den zweiten britischen Starter nach.

Emile Faurie hatte seinen Start zurückgezogen. Der Ausbilder vom Hof Kasselmann hatte sich in London und Neumünster sein Ticket fürs Finale am kommenden Wochenende qualifiziert. Doch nun muss der Brite kurzfristig absagen. Sein 14-jähriger De Niro-Sohn, der der russischen Stammkundin des Hofes Kasselmann gehört, Elena Knyaginicheva, hat sich gestern im Training verletzt.

„Delatio ging brillant und wir haben uns sehr auf das Weltcup-Finale gefreut“, so der Olympiareiter gegenüber Horse & Hound. „Aber heute Morgen hat er sich eine leichte Trainingsverletzung zugezogen. Mit der langfristigen Planung für dieses Pferd im Hinterkopf haben wir uns daher entschieden, ihn leider vom Weltcup-Finale zurückzuziehen.“ Er sei sehr enttäuscht angesichts der tollen Saison, die sie hatten.

Absage von Krinke-Susmelj

Die erste Nachrückerposition hätte die Schweizerin Marcela Krinke-Susmelj gehabt. Aber sie hat auch abgesagt – aber auf Facebook gleich klargestellt, dass ihr 17-jähriger Michellino-Sohn „sich allerbester Gesundheit erfreut und topfit ist“. Dennoch wolle sie „zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben, aus sportlichem Eifer etwas überzustrapazieren“.

Marcela Krinke Susmelj hat übrigens jüngst einen Nachfolger für Smeyers Molberg in den Stall bekommen: den zwölfjährigen Sandro Hit-Cocktail-Sohn San D’Or, der mit der Kanadierin Megan Lane Grand Prix ging. Der KWPN-Wallach wurde von Irene Meyer für die Olympiareiterin von Rio angekauft, der auch Smeyers Molberg gehört.

Van der Meer rückt nach

Diese Bedenken hatte Patrick van der Meer nicht. Er sagte zwar, seine Vorbereitungen hätten sich nicht auf Paris konzentriert. Im Gegenteil, sein Toppferd Zippo habe gerade „eine Art Urlaub“ gehabt, weil er dachte, sein nächstes Turnier würde erst Compiègne werden. „Aber natürlich sind wir dabei. Es ist nur etwas anders als erwartet.“

Damit stellen die Niederlande und Deutschland nun das größte Kontingent der Teilnehmer mit jeweils drei Paaren. Neben Patrick van der Meer, wird Oranje noch vertreten durch Madeleine Witte-Vrees auf Cennin und Edward Gal mit Zonik. Für Deutschland reiten Titelverteidigerin Isabell Werth auf Weihegold, Dorothee Schneider mit Sammy Davis Jr. und Jessica von Bredow-Werndl auf Unee BB.

Weitere Ausfälle

Die Briten sind auch ohne Emile Faurie beim Weltcup-Finale vertreten. Hayley Watson-Greaves rückte für die Australierin Mary Hanna nach. Und nachdem Schwedens Tinne Vilhelmson-Silfvén ebenfalls auf ihren Startplatz mit Paridon Magi verzichtet hatte, erhielt die Spanierin Morgan Barbançon einen Anruf von der FEI, dass sie mit Sir Donnerhall II zum Weltcup-Finale fahren darf.

Die vollständige Teilnehmerliste finden Sie hier (Stand heute).

Quellen: Horse & Hound, horses.nl, Facebook

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