Der Fall Akeem Foldager: Freispruch für Andreas Helgstrand

Akeem Foldager unter Andreas Helgstrand bei den Europameisterschaften in Herning 2013

Akeem Foldager war das letzte von sechs Championatspferden für Andreas Helgstrand. (© Julia Rau)

Im Frühjahr 2014 sorgten Fotos des dänischen Dressurreiters Andreas Helgstrand auf seinem Toppferd Akeem Foldager für Aufsehen, die der Internet-TV-Sender Epona TV veröffentlicht hatte. Sie wurden im Rahmen eines Tags der offenen Tür auf Helgstrands Anlage aufgenommen und zeigten Akeems violettfarbene Zunge unter der Kandare sowie deutliche Anzeichen des Sporeneinsatzes. Daraufhin fanden Untersuchungen statt, deren Ergebnis nun vorliegt.

Am 28. Novemberhatte das Gericht in Aalborg sein Urteil in der Sache Helgstrand gefällt. Helgstrand war nach Veröffentlichung der Fotos, die einen medialen Aufschrei verursacht hatten und die Dänische Reiterliche Vereinigung zum Handeln zwangen, bei der Polizei wegen Tierquälerei angeklagt worden. Doch nun hat das Gericht ihn freigesprochen. In der Begründung heißt es, es habe nicht bewiesen werden können, dass Akeem am 12. April irgendeinen Schaden im Sinne der Paragrafen 1,2 und 17 des Tierschutzgesetzes davongetragen hatte. Das Urteil basierte auf anonymen Fotos und den veterinärmedizinischen Untersuchungsergebnissen, die auf Geheiß der Dänischen Reiterlichen Vereinigung (deren Vorsitzender Andreas‘ Vater ist, der FEI-Präsidentschaftskandidat Ulf Helgstrand) angefertigt wurden.

Helgstrand kommentiert auf seiner Homepage: „Ich bin sehr glücklich über die Entscheidung, die große Bedeutung hat für mich, aber auch für den Sport. Es ist ziemlich anstrengend, wenn man eine Anzeige gegen sich laufen hat. Aber meine Familie und ich werden uns nun auf die Zukunft konzentrieren.“

Nach den Vorfällen hatte Helgstrand Sponsoren verloren, wie Sattler Passier und die dänische Futterfirma Equsana.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.