Donaueschingen: Grand Prix-Sieg für Benjamin Werndl und Famoso

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Benjamin Werndl und Famoso OLD siegten in der Einlaufprüfung für den Louisdor-Preis 2018. (© Maximilian Schreiner)

Im Grand Prix von Donaueschingen hat der zehnjährige Oldenburger Famoso einmal mehr gezeigt, warum Benjamin Werndl in ihm sein Zukunftspferd sieht.

Mit großem Vorsprung gewannen Benjamin Werndl und der Farewell III-Sohn Famoso den Grand Prix von Donaueschingen. 76,130 Prozent im Vergleich zu den 73,652 Prozent des zweitplatzierten Paares Frederic Wandres und Westminster sprachen eine deutliche Sprache.

Werndl und seiner Zukunftshoffnung Famoso, der im Dezember noch Zweiter im Louisdor Preis-Finale gewesen war, gelang heute eine Prüfung ohne Patzer, dafür mit zahlreichen Höhepunkten wie der Piaffe-Passage-Arbeit, aber auch Pirouetten und Einerwechseln. Für Sitz und Einwirkung gaben vier der fünf Richter eine 9,0.

Auch Frederic Wandres und Westminster gelang eine saubere Vorstellung. Der 14-jährige Weltissimo-Sohn, mit dem Wandres im Frühsommer das Hamburger Dressur-Derby hatte gewinnen können, ist eigentlich das Zweitpferd des Bereiters im Stall Kasselmann. Star im Stall ist nach wie vor Duke of Britain, mit dem er im vergangenen Jahr z.B. die Weltcup-Kür von London hatte gewinnen können.

Der dritte Platz ging heute an Matthias Bouten und den KWPN-Hengst Boston. Der 13-jährige Johnson-Sohn aus dem Besitz der Familie Meggle, für die Bouten seit einiger Zeit reitet, kam mit 72,543 Prozent aus dem Viereck. Ausgebildet wurde Boston übrigens von Hendrik Lochthowe, den wir für St.GEORG 9/2019 in seiner neuen Heimat besucht haben, dem Gestüt Riedmühle, wo er zusammen mit seinem Partner Eyal Zlatin als Ausbilder für Ralph Uwe Westhoff und dessen Lebensgefährtin Margarete Gröninger tätig ist.

Schweizer Doppelsieg im Championat

Zwei Schweizer Springreiter machten heute das Championat von Donaueschingen unter sich aus: Niklaus Rutschi auf dem Holsteiner Clearwater v. Clearway und Alain Jufer mit der KWPN-Stute Fleur Sinaa-A v. Cardento.

Insgesamt hatten sechs Paare das Stechen um das Championat erreicht, vier blieben auch hier ohne Abwurf. Am Ende war es eine ziemlich klare Entscheidung, denn Clearwater lieferte mit 43,46 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit. Alain Jufer und Fleur Sinaa-A waren nach 44,94 Sekunden ins Ziel gekommen. Rang drei ging nach Polen, an Andrzej Oplatek auf der erst achtjährigen Hannoveraner Stute Conmina Blue PS.

Die Zeit war ein Knackpunkt gewesen im ersten Umlauf. Diverse Paare hatten zwar keine Hindernis-, dafür aber Zeitfehler, die den Einzug ins Stechen verhinderten. So erging es etwa dem bestplatzierten Deutschen, Holger Wenz mit dem Württemberger Barbados auf Platz neun. Direkt dahinter landete mit Tom Hoster auf Corradina ein weiterer deutscher Ein-Fehler-Kandidat. Michael Viehweg und Lord of Pezi waren als zweitschnellstes Vier-Fehler-Duo auf Platz zwölf ebenfalls noch im Geld.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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