Dorothee Schneider und Faustus gewinnen Grand Prix für den Special in Kronberg

DoroundFaustus

Faustus und Dorothee Schneider im Juli in Kronberg. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Nach der etwas turbulenten Qualifikation für die Grand Prix Kür beim CDI4* auf dem Schafhof in Kronberg, ging es heute Nachmittag mit einer ebenfalls spannenden Special-Qualifikation weiter.

Am Ende waren es Dorothee Schneider, die nach einer rundum gelungenen Prüfung mit 74,044 Prozent an der Spitze standen – trotz verpatzter Einerwechsel. Doch mit dem Problem waren sie heute nicht alleine.

Die beeinträchtigten nämlich auch das Ergebnis von Hubertus Schmidt und Denoix, die mit 73,739 Prozent Zweite wurden und hier ebenfalls Fehler hatten – bei einer Runde, die ebenfalls ansonsten sehr gut gefiel.

Rang drei holten mit 73,326 Prozent Carina Scholz und Tarantino, gefolgt von Juliane Brunkhorst und ihrem Ampère-Sohn Aperol, für die es mit 73 Prozent ein neues persönliches Bestergebnis wurde. In den Augen der Zuschauer hätten diese beiden an sie Spitze gehört, deren Vorstellung unter der Überschrift „Harmonie“ stand. Beim Spectator Judging waren sie auf 75,153 Prozent gekommen.

Isabell Werth, die heute mit Quantaz nicht den besten Start ins Turnier erwischt hatte, stellte in dieser Prüfung ein für sie neues Pferd vor: den elfjährigen Oldenburger Hengst Budhi v. Bordeaux. Man kannte Budhi bislang vor allem mit Nicole Wego-Engelmeyer. Dann wurde er an Luca Sophia Collin verkauft als U25-Pferd. Collin trainiert inzwischen nicht mehr auf Hof Kasselmann, sondern unter anderem auch mit Isabell Werth und die will dem ja noch recht unerfahrenen Hengst nun Sicherheit im Grand Prix geben. Das gelang ihnen heute schon recht gut mit 72,152 Prozent und Rang sieben. Auch bei ihnen hatte sich ein Fehler in die Einerwechsel geschlichen und nach dem fliegenden Wechsel auf der Mittellinie zwischen den beiden Pirouetten fiel Budhi einmal in Trab. Die Pirouette gelang dann wieder einwandfrei.

Interessant: Den Fehler sortierte ein einziger Richter dem fliegenden Wechsel zu (H: Christof Umbach). Die Kollegen bei E (Hans-Christian Matthiesen) und M (Ulrike Nivelle) gaben eine 4 in der doppelt zählenden Pirouette, für die es von Umbach und Andrew Gardner eine 8 gab. Maarten van der Heijden bei B gab im fliegenden Wechsel eine 7 und in der Pirouette eine 6. Andrew Gardner ahndete den Fehler quasi gar nicht. Bei ihm erhielt der Wechsel ebenfalls eine 7 und die Pirouette wie gesagt eine acht.

Siegerin Dorothee Schneiderr erzählte später: „Das hat einfach Spaß gemacht. Ich habe das Gefühl, das Pferd ist einfach geschlossener von hinten nach vorne. Und es ist schön zu fühlen, dass man noch etwas verbessern, verändern kann.“ Woran das liegt, hat sie auch verraten: „Ich trainiere im Moment mit Jonny Hilberath zusammen und er hat mir noch zwei, drei interessante Ideen mit auf den Weg gegeben, die wir im Moment versuchen, bei Faustus zu hinterlegen. Das konnte ich in einigen Phasen schon mit ins Viereck nehmen. Über diese Momente war ich ganz glücklich.“

Das Turnier auf dem Schafhof sei „wunderschön“, sagte sie weiter. Was sicherlich auch daran liegt, dass sie hier bislang so erfolgreich war. Denn nicht nur Faustus gab der Reitmeisterin und Olympiasiegerin Anlass zur Freude, sondern auch ihre Genesis-Tochter Salvina, mit der sie beide Prüfungen der kleinen Tour für sich entschied, gestern den Prix St. Georges (75,382) und heute die Intermédiaire I (75,0).

Alle Ergebnisse vom Schafhof finden Sie hier.