Dressurreiterin Madeleine Witte-Vrees zu ihrer Gelben Karte in Aachen

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Madeleine Witte-Vrees mit Cennin, ihrem designierten Pferd für die Weltreiterspiele in Tryon 2018. (© von Korff)

Negative Bilder vom Dressurabreiteplatz beim CHIO Aachen haben eine heftige Debatte ausgelöst. Eines der abgebildeten Pferde war Charmeur, das Pferd der Niederländerin Madeleine Witte-Vrees, die vor Ort von Stewards eine Gelbe Karte erhalten hatte. Nun sagt sie, die sei gar nicht für ihr Reiten gewesen.

Das britische Magazin Horse & Hound hatte mit Madeleine Witte-Vrees und ihrem Mann Nico Witte über den Vorfall in Aachen gesprochen. Deren Schilderung nach hatte sich folgendes zugetragen.

Nico Witte hatte den elfjährigen KWPN-Hengst Charmeur am Vormittag geführt und dabei eine kleine Gerte dabei gehabt. Er sei dann von der Aufsicht führenden Dame darauf aufmerksam gemacht worden, dass es nicht erlaubt sei, eine Gerte mit sich zu führen. Er habe darauf hin erwidert, Charmeur sei ein Hengst und wenn er die Gerte nicht mitnehmen dürfe, könne ja sie den Florencio-Sohn führen. Nico Witte: „Das war dumm von mir, aber ich habe seit 35 Jahren mit Hengsten zu tun.“ Die Aufsicht habe sich dann Charmeurs Kopfnummer notiert.

Als Madeleine Witte-Vrees Charmeur dann nachmittags ritt, habe im Hauptstadion eine Siegerehrung stattgefunden. Der Hengst habe sich dabei sehr aufgeregt. Auch die Reiterin habe Angst gehabt. Wegen des Stresses, sei der Hengst innerhalb von 15 Minuten schweißnass gewesen.

Die Aufsicht habe dann angemerkt, der viele Schweiß sei nicht normal. Er habe dann zusammen mit Trainerin Anky van Grunsven  versucht, die Sachlage zu erklären und der Aufsicht dabei gesagt, sie wisse nicht viel über Pferde. Das sei es gewesen, weshalb Madeleine Witte-Vrees als „Person Responsible“, also verantwortliche Person, eine Gelbe Karte bekommen hatte, nicht ihre Reiterei.

Madeleine Witte Vrees hatte den holländischen Medien schon vorher versichert, so etwas werde nie wieder vorkommen: „Charmeur hat sich furchtbar aufgeregt. Aber das sieht man natürlich nicht auf dem Video. Ich hatte wirklich Angst. Das nächste Mal werde ich sofort absteigen und ihn an die Longe nehmen.“

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  1. Daubner

    Wenn ein Hengst auf dem Turnier offensichtlich regelmäßig unter solchem Stress steht, müssen verantwortungsvolle Eigentümer etwas ändern! Entweder liegt es am Hengst-Sein, dann sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen oder es liegt am Training/Reiter…. dann muss es hier eine Veränderung geben!


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