Hamburg: Heuberger zum Zweiten

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(© Deutsches Spring- und Dressurderby Logo 2016)

Anabel Balkenhols Heuberger hat sich für dieses Jahr anscheinend vorgenommen, jede Ehrenrunde anzuführen. In Hamburg stand er nun schon wieder an der Spitze, diesmal nach der Intermédiaire II.

Balkenhol und Heuberger begannen mit einer ganz sicheren harmonischen Trabtour. Der Hengst war sicher in der Anlehnung und konstant vor den treibenden Hilfen der Reiterin. In der ersten Piaffe fehlte etwas der Fleiß, „da wollte ich erst einmal fühlen, wie er reagiert“, erklärte Anabel Balkenhol. Dann lief erst einmal alles wie am Schnürchen, bis die Einerwechsel kamen. Hier gab es einen dicken Patzer. Aber alles in allem zeigten die beiden sich hier absolut souverän. 73,579 Prozent lautete das Ergebnis des Paares.

Der neunjährige Trakehner Hengst Heuberger ist der lebende Beweis, dass Hubertus Schmidts Kaderpferd Imperio nicht nur auf dem Viereck eine Ausnahmeerscheinung ist, sondern auch als Vererber. Heuberger war Prämienhengst der Trakehner Körung in Neumünster, kam vor zwei Jahren zu Anabel Balkenhol und machte seitdem kontinuierlich Karriere. Im vergangenen Jahr waren sie Vierte im Finale des Nürnberger Burg-Pokals. Ihr Turnierjahr 2016 haben sie mit einem zweiten Platz im Prix St. Georges beim K+K-Cup von Münster eingeleutet. Danach hat der elegante Dunkelbraune jede Prüfung gewonnen, die er gegangen ist. Mit der heutigen bedeutet das sieben gelbe Schleifen in Folge für das Paar. Einschließlich der in Hagen, wo sie sich auf Anhieb für das Finale im Louisdor-Preis qualifizierten.

Zweite wurde heute wie schon in der Intermédiaire A Kathleen Keller auf dem 1,88 Meter-Riesen San Royal, ein neunjähriger Oldenburger v. San Remo, mit 72,237 Prozent. Die beiden zeigten eine weitgehend fehlerfreie Prüfung. Um noch mehr Punkte zu bekommen, müsste San Royal vielleicht eine Idee mehr „Go“ von hinten entwickeln.

Platz drei ging an ein Pferd, das in jungen Jahren im Stall Balkenhol stand: Lady Lissy, eine zwölfjährige Westfalen Stute v. Laureus-Rosenkavalier. Sie wurde dann über die Auktion verkauft und geht nun unter Marie-Sophie Ehlen. Die hat zwei M-Dressuren mit Lady Lissy geritten und war dann sofort S-erfolgreich mit der bunten Fuchsstute. Kein Wunder. Lady Lissy zeigt ein ausgesprochenes Talent insbesondere für die versammelten Lektionen. Ihre Piaffe-Passage-Tour gehörte zu dem Besten, was heute in der Hamburger Intermédiaire II zu sehen war. Man wünschte der Stute vielleichte eine Idee mehr Eigeninitiative. 71,237 Prozent lautete das Ergebnis des Paares. Vielleicht wären es noch mehr gewesen, wenn Lady Lissy mehr gezündet hätte. Die Reiterin wurde mit ihren Hilfen bisweilen recht energisch.

Das vollständige Ergebnis finden Sie hier.