Heiner Schiergen und Imperato Bonito fürs Burg-Pokal Finale qualifiziert

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Die Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld waren Gastgeber einer weiteren Etappe des Nürnberger Burg-Pokals. Eine ziemlich spannende sogar, die am Ende auch im Rheinland blieb.

Die Burg-Pokal Etappe in Langenfeld war quasi ein Heimsieg für Heiner Schiergen. Von seinem Stall in Krefeld bis zum Gut Langfort in Langenfeld ist es gerade mal eine Stunde Fahrzeit.

In der ersten Prüfung, der Qualifikation für die eigentliche Wertungsprüfung, hatte noch Marcus Hermes auf De Massimo die Nase vorn gehabt. Der neunjährige westfälische Schimmel v. Dankeschön hatte bereits bei der Etappe in Hagen zwei Top Drei-Platzierungen erreicht und kam in Langenfeld mit 73,366 Prozent aus dem Viereck.

Zweite war hier Anabel Balkenhol auf dem achtjährigen Westfalen For Future v. Fürstenball. Der Schwarzbraune war ebenfalls in Hagen gegangen. Es war allerdings das erste Mal, dass er diese Aufgabe auf einem Turnier gegangen ist und es waren noch viele Unsicherheiten drin. Der zweite Anlauf jetzt in Langenfeld lief wesentlich besser: 72,805 Prozent.

Heiner Schiergen und der KWPN-Wallach Imperato Bonito waren hier Dritte mit 72,171 Prozent vor Schiergens zweitem Eisen im Feuer, dem Oldenburger Johnson-Sohn J-Son StG (71,634).

Finalqualifikation

In der eigentlichen Finalqualifikation kommt bekanntlich nur der Sieger weiter nach Frankfurt und die Ergebnisse der Vorprüfung zählen nicht mehr. Hier erhielt Schiergen mit Imperato Bonito fünf Punkte mehr als Marcus Hermes und De Massimo, in Prozent ausgedrückt: 72,415 zu 72,659. Dritter wurde Heiner Schiergen mit J-Son StG (71,805). Anabel Balkenhol und For Future belegten Rang vier (71,293).

Damit ist also Imperato Bonito der nächste in der Reihe der Burg-Pokal Qualifikanten. Der KWPN-Wallach ist neunjährig. Sein Vater Chin Chan ist ein in den Niederlanden gezogener Samba Hit II-Sohn, von dem es kaum Nachkommen gibt. Er selbst ging mit Alice Campanella (ITA) S-Dressur. Die Mutter von Imperato Bonito ist eine Jazz-Uniform-Kristal-Tochter, die insgesamt fünf Fohlen hatte. Ihre Mutter brachte das Grand Prix-Pferd ZZ-Top v. Painted Black.

Imperato Bonito selbst wurde von seiner Besitzerin Stefanie Baumgartner in den Sport gebracht. Mit ihr ging er eine Reitpferdeprüfung und dann seine ersten M- und S-Dressuren. Und das sehr erfolgreich. Heiner Schiergen stellte ihn im Mai dieses Jahres erstmals auf Turnieren vor. Dies war der erste Anlauf im Burg-Pokal und direkt ein Treffer.

Weitere auffällige Pferde

In Langenfeld gingen mehrere bekannte Pferde. So stellte Laura-Franziska Riegel die einstige Bundeschampionesse Caty OLD v. Sir Donnerhall vor, eine achtjährige Tochter der C’est la vie v. Fürst Heinrich, die ja auch den Topvererber Sir Heinrich sowie die ebenfalls Bundeschampionat-siegreichen Cindy, Candy und Casey stellte. Seit einigem Monaten geht sie nun unter Laura-Franziska Riegel und war mit ihr mehrfach S-platziert. In Langenfeld wurde es Platz zehn mit 67,268 Prozent.

Auf Rang zwölf reihte sich ein ehemaliger Oldenburger Prämienhengst ein: der nun neunjährige Freischütz v. Foundation-Del Martino. Er begann seine Karriere als Hengst bei Helgstrand Dressage, ist aber inzwischen Wallach und steht bei Isabell Werth. Im Sattel sitzt allerdings Werths australischer Stallreiter William Matthews, mit dem Freischütz in Langenfeld 65,683 Prozent erhielt.

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