Herning: Cathrine Dufour und Bohemian zum ersten Mal über 90 Prozent

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Cathrine Dufour und Bohemian in Aachen 2019 (© von Korff)

Bereits gestern im Grand Prix des CDI5* in Herning deutete sich an, wohin die Reise geht für Cathrine Dufour und Bohemian. Die heutige Kür war ein Meilenstein für sie, nicht nur als Paar, sondern auch für Dufour als Reiterin.

Auch mit ihrem Cassidy war es Cathrine Dufour bislang noch nie gelungen, die 90 Prozent-Marke in der Kür zu knacken, die inzwischen beinahe Standard ist, will man bei Championaten aufs oberste Treppchen. Heute war es nun der zwölfjährige Westfale Bohemian v. Bordeaux, der ihr dieses Ergebnis bescherte. 90,005 Prozent gaben die Richter dem Paar für ihre Kür. Es scheint, als habe der Dunkelfuchs den Zenit seiner Karriere gerade rechtzeitig zur WM im eigenen Land erreicht, wo zudem die Favoriten Jessica von Bredow-Werndl und Dalera sehr wahrscheinlich nicht am Start sein werden.

Die Bewertungen schwankten dabei zwischen 88,425 Prozent von Elke Ebert bei E und 90,550 von Isobel Wessels (GBR) bei H. Auch in der technischen Bewertung hatte die deutsche Richterin Ebert das Paar am tiefsten, bei 81,250 Prozent. Dufours Landsfrau Susanne Baarup, die bei der WM Chefrichterin sein wird, gab dem Paar in diesem Bereich genau 85 Prozent. Dabei punkteten die beiden insbesondere in den versammelten Lektionen sowie in den Fußnoten. Für die Harmonie zwischen Reiterin und Pferd gab Elke Ebert die 9,5, Isobel Wessels die 10, Susanne Baarup eine 9 und die Kollegen Raphael Saleh (FRA/M) und Hans-Christian Matthiesen (DEN/B) jeweils ebenfalls die 9,5.

Wieder das Dänen-Quartett

Auch an den weiteren Platzierungen hat sich zum Vortag nicht viel getan, außer dass Daniel Bachmann Andersen und Nanna Skodborg Merrald die Plätze getauscht haben. Zweite wurden erneut Carina Cassoe Krüth und ihre elfjährige Fürstenball-Tochter Heiline’s Danciera, für die es 86,995 Prozent gab. Auch das ist eine neue persönliche Bestleistung.

Dritter war diesmal Daniel Bachmann Andersen mit seinem Newcomer Marshall-Bell. Der nun zehnjährige Don Romantic-Sohn hatte seit den Europameisterschaften in Hagen Pause und Bachmann-Andersen freute sich schon gestern nach dem Grand Prix, wie viel Kraft er über den Winter gewonnen habe und wie frisch und motiviert er sich anfühle. Das bestätigte das Paar heute mit einem 83,795 Prozent-Ritt. Nach Rang sieben bei der EM in Hagen war dies erst die zweite internationale Kür für das Paar und in Sachen Punkte eine deutliche Steigerung.

Nanna Skodborg Merrald und der Oldenburger Zack-Sohn Blue Hors Zatchmo, der aus demselben Züchterstall kommt wie Weihegold, nämlich dem von Inge Bastian in Bargteheide, waren das erste Mal gemeinsam in einer internationalen Kür am Start. Überhaupt war Herning erst das zweite internationale Turnier für die beiden. Es wurden 82,995 Prozent bei ihrem Debüt.

Dahinter platzierten sich Dorothee Schneider und Faustus mit 80,565 als bestes deutsches Paar an fünfter Stelle. Den beiden gelang heute eine so überzeugende Runde, dass die Zuschauer noch vor dem letzten Gruß im Takt zu klatschen begannen und Schneider lässig die eine Hand zum Gruß hob. Faustus ließ sich richtig feiern.

Die zweite deutsche Starterin, Lena Waldmann auf Fiderdance, wurde mit 77,50 Prozent Siebte. Zwischen die beiden schoben sich Lone Bang Larsen (DEN) und die Romanov-Tochter Thranegaardens Rostov (78,220).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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