Lier: Deutschlands Pony-Mädels spitze, erste Grand Prix-Ergebnisse

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Charlotte Fry, hier mit dem Weltmeister der siebenjährigen Dressurpferde 2018, Glamourdale. (© von Korff)

Wie schon am Donnerstag in der Mannschaftsaufgabe dominierten die deutschen Ponyreiterinnen auch die Einzelaufgabe beim CDI Lier beinahe nach Belieben. Bei den Grand Prix-Reitern konnten sich Charlotte Fry und Nicolas Wagner besonders hervortun.

An Shona Benner und Der Kleine Sunnyboy war auch in der Einzelaufgabe kein Vorbeikommen. Alle drei Richter hatten sie auf Rang eins und sie siegte mit deutlichem Vorsprung und 74,955 Prozent insgesamt.

Auch bei Rang zwei waren die Richter sich einig. Den belegte diesmal die einstige Bundesnachwuchschampionesse Johanna Kullmann im Sattel von Champ of Class mit 73,243 Prozent. Antonia Busch-Kuffner und Daily Pleasure schlossen sich mit 72,162 Prozent auf Rang drei an.

Micky Schelstraete und Elin’s Noncisdador, die in der Mannschaftsaufgabe die weiße Schleife in die Niederlande geholt hatten, wurden heute Vierte mit 71,802 Prozent. Dahinter behauptete sich Lucie-Anouk Baumgürtel mit Coriander an fünfter Stelle (71,667).

Charlotte Fry bei den U25-Jährigen spitze

Die in den Niederlanden beheimatete Britin Charlotte Fry war im Sattel von Everdale die einzige U25-Reiterin, der eine Runde über 70 Prozent gelang. Genauer gesagt gaben die Richter der U25-Kür-Europameisterin des Vorjahres 71,436 Prozent.

Bei der U25-RM in Exloo hatte sie allerdings nicht auf Everdale gesessen, sondern auf Dark Legend. Den ritt sie später auch noch. Für den zehnjährigen KWPN-Hengst Everdale war das heute eine Premiere, sein erster internationaler Grand Prix-Auftritt, den er gleich mit einem Sieg krönte.

Zweite wurde die Niederländerin Thalia Rockx im Sattel von Verdi de la Fanzenda (68,128), gefolgt von der Belgierin Alexa Fairchild auf Romy (64,538). Deutsche Teilnehmer sind in dieser Tour nicht am Start.

Grand Prix nach Luxemburg

Den „richtigen“ Grand Prix holten Nicolas Wagner und sein Quaterback-Sohn Quater Back Junior nach Luxemburg. Mit 72,848 Prozent ließ der ehemalige Balkenhol-Schüler die Niederländerin Anne Meulendijks hinter sich. Die konnte einen neuen persönlichen Rekord verbuchen mit ihrem langjährigen U25-Erfolgspferd Avanti: 72,609 Prozent. Ihr bisheriges Bestergebnis hatte bei 71,652 Prozent gelegen.

Dritter wurde der niederländische Mannschaftseuropameister von 2015, Diederik van Silfhout, im Sattel seines neuen Pferdes Expression mit 71,435 Prozent.

Beste Deutsche war Andrea Timpe im Sattel von Don Darwin, die mit 70,087 Prozent Siebte wurde. Die U25-Grand Prix-Siegerin Charlotte Fry reihte sich mit Dark Legend direkt dahinter ein (69,652).

Die weiteren drei deutschen Starter belegten die Plätze 14 bis 16: Heiner Schiergen auf Aaron (68,326), Marcus Hermes mit Cabanas (68,217) und Jill de Ridder im Sattel von Whitney (67,739).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.