London: Carl Hester gewinnt Grand Prix vor Weltcup-Sieger Minderhoud

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Carl Hester und Nip Tuck, Sieger im Grand Prix für die Weltcup-Kür in London 2016. (© Facebook/Olympia Horse Show)

Bereits gestern war der Auftakt zur Olympia Horse Show in London. Für Dressurreiter und -fans ist das Turnier in der Olympia Hall nicht nur Weltcup-Etappe, sondern auch die Gelegenheit, Jahrtausendpferd Valegro zum Abschied zu winken.

Über die Rangierung der ersten drei Platzierten waren die Richter sich einig: Carl Hester und Nip Tuck vor Hans Peter Minderhoud und Flirt sowie Edward Gal mit Voice. Hester und Nip Tuck hatten im Vorjahr die Weltcup-Kür von London gewonnen, nachdem sie im Grand Prix Zweite gewesen hinter Charlotte Dujardin und Uthopia gewesen waren. Damals gab es 76,660 Prozent für „Botschafter der Britischen Dressur„. Diesmal waren es 77,540 Prozent. Insbesondere in der Piaffe-Passage-Arbeit glänzte der Don Ruto-Sohn, der im Stall nur Barney genannt wird.

„Ich bin sehr zufrieden mit ihm heute Abend“, kommentierte Carl Hester seinen Erfolg. „Im vergangenen Jahr habe ich noch 24 Stunden mehr gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen.“ Damit spielte der Ausbilder aus Gloucestershire auf das empfindliche Gemüt seines sanften Riesen Barney an, der im Viereck gerne mal „Pokemons sieht“, wie Hester in Rio sein Reitgefühl veranschaulichte. „Wir können uns in den Noten noch verbessern“, fügte Hester hinzu. „Und ja, dafür muss ich noch mehr auf Angriff reiten. Aber heute Abend war ein Schritt in diese Richtung. Und wenn man bedenkt, wie schreckhaft er sein kann, ist er ein sehr verlässliches Pferd geworden.“

Titelverteidiger auf Rang zwei

Hollands Hans Peter Minderhoud und der 15-jährige Florestan-Sohn Flirt, die Weltcup-Sieger aus Göteborg, wurden Zweite mit 76,30 Prozent. „Ich bin sehr zufrieden mit Flirt, besonders, weil er den ganzen Sommer frei hatte und dies erst das zweite Turnier nach Maastricht ist, wo wir Zweite wurden“, berichtete Minderhoud. Göteborg war das letzte Turnier seines Fuchses gewesen. Den ganzen Sommer laborierte er an einer Verletzung, die nun ausgeheilt ist.

Dahinter reihten sich Edward Gal und der holländische De Niro-Sohn Voice ein (75,30). „Er war ein bisschen zu überwältigt von der Atmosphäre“, analysierte Minderhouds Lebens- und Trainingspartner seinen Auftritt mit dem 14-jährigen Hengst, der sich seinem Reiter zufolge auch in der Abreitehalle, „die ziemlich klein ist und voller Pferde war“ ein wenig „zu hengstig“ gebärdete. „Er war ein bisschen schwierig, fiel in die Ecken und ging mir zeitweilig gegen die Hand“, erklärte Gal weiter. Dennoch blickt er optimistisch in Richtung Kür: „Aber wir können es ganz sicher besser machen und morgen fangen wir neu an.“

Die Kür beginnt heute Abend um 19.30 Uhr. Highlight des Abends wird jedoch Valegros Verabschiedung sein. St.GEORG ist vor Ort und wird von dem Farewell des Jahrtausend-Dressurpferdes berichten.

Alle Ergebnisse aus dem Grand Prix finden Sie hier.

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