Louisdor-Preis Etappe Elmlohe: Einlaufprüfung für Nuxoll und Bonheur de la vie

Elmlohe-Dressurtage-2020

Elmloher Dressur-Tage 2020 (© Elmloher Dressur-Tage 2020)

Zwei Ritte über 74 Prozent bei elf Teilnehmern – die Louisdor-Preis Etappe bei den Elmloher Dressurtagen war gut besetzt. Am Ende konnte sich Sandra Nuxoll doppelt freuen.

Sandra Nuxoll hatte zwei Pferde am Start in Elmlohe. Um 14.30 Uhr ging sie mit Bonheur de la vie ins Viereck. Und um 16.05 Uhr beschloss sie die Prüfung mit Hanami OLD. Der Österreicherin gelang das, was man einen Start-Ziel-Sieg nennt. 74,711 Prozent waren und blieben das Maß der Dinge. Der niederländische Schwarzbraune v. Bordeaux-Tuschinski ist auf den Vivaldi-Vater Krack C ingezogen. Im vergangenen Jahr hatte er die im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve ausgetragene Etappe des Nürnberger-Burg Pokal gewonnen. Am Finale 2019 hatte der heute Achtjährige aber nicht teilgenommen.

Piaffen und Passagen liegen Bonheur de la vie, davon dürfte die Intermediaire II sicherlich noch mehr bieten, wenn man den Wallach fragen würde. Gleichmäßig in der Passage mit gleitenden Übergängen in die Piaffe und akzentuiert wieder heraus: Pi/Pa ist sein Ding! Die Piaffen legte Sandra Nuxoll noch leicht im Vorwärts an. So blieben Fluss und Vorwärtstendenz stets erhalten. Im Galopp war der Wallach nicht immer ganz ausbalanciert, was sich zum Beispiel in der ersten Pirouette niederschlug. Die Trabverstärkung ist zwar gekennzeichnet durch ein hoch und weit nach vorn schwingendes Vorderbein, aber der Niederländer wird eilig, müsste hier noch mehr über den Rücken schwingen.

Es war Bonheur de la Vies vierter Start auf Drei-Sterne-Niveau und sein erster Sieg. 2019 hatte er vier S-Dressuren bis Prix St. Georges für sich entschieden.

Big is beautiful: Vayron

Großes Pferd plus noch größere Bewegungen und eine zarte Reiterin oben drauf: Das sind die Eckdaten von Helen Langehanenberg und Vayron. Der neunjährige Vitalis-Sohn, Finalist im Nürnberger Burg-Pokal 2019, gab heute sein Drei-Sterne-Debüt: 74,026 erhielt die westfälische Kombination, Platz zwei. Der Sprung in die große Tour ist ein großer. Sichere Serienwechsel und weit ausgreifende Trabtraversalen zählten zu den Highlights der Darstellung. Der mächtige Hengst hat allerdings noch gewisse Balanceprobleme, was sich zum Beispiel in der Linkspirouette zeigte. Zeitweise rutschte er mit der Nasenlinie hinter die Senkrechte. Die Piaffen gelangen diagonal und rhythmisch, aber Vayron muss zukünftig mehr Last aufnehmen und sich in der Hinterhand senken. Dazu fehlt aktuell diesem Hünen wohl noch die Kraft, so dass er in den Piaffen die Tendenz zeigte, im Vorderbein noch zu sehr zu stützen. Seine schwungvollen starken Tempi hingegen sind ein Hingucker.

Dritte wurde Sandra Nuxoll mit der Dante Weltino-Tochter Hanami OLD, 73,342 Prozent. Damit also zwei Podiumsplätze für die Reiterin, die auch Lisa Müller Stand by me in den Sport gebracht hat. Hanami OLD war auch schon in Verden vor zwei Wochen platziert.

Platz vier ging an Michael Klimke mit Harmony’s Diabolo. Der Ritt der beiden wurde mit 70,579 Prozent bewertet. Der zehnjährige Hannoveraner v. Desperados-Rousseau war im Frühjahr in Wellington/Florida bereits siegreich in Grand Prix-Prüfungen.

Die eigentliche Qualifikation zum Lousidor-Preis Finale 2020 findet in Elmlohe am Sonntag ab 13 Uhr statt.

Die Ergebnisse von heute finden Sie hier.

K&K-Monarchie: Kröncke und Kanerva siegen in Inter II

Die zweite, „reguläre“ Intermediaire II zum Auftakt der Elmloher Dressurtage verzeichnete 31 Reiter-Pferd-Kombinationen auf der Startliste. Hier siegte in der ersten Abteilung Kathleen Kröncke mit dem Danone-Sohn Desperados mit 74,079 Prozent. Die goldene Schleife für die zweite Abteilung bekam Riverdance v. Rascalino an die Trense geheftet. Mit der Finnin Emma Kanerva im Sattel kam der Hannoveraner auf 73,421 Prozent.