Prag: Hollands Springreiter gewinnen Nationenpreis, Deutschland mit Newcomerin Tebbel auf Rang vier

FEI European Jumping Championships™ YR CH JR Samorin

Justine Tebbel und Light Star auf dem Weg zu EM-Silber 2017 bei den Jungen Reitern in Samorin. Heute gaben sie ihren Einstand in einem Senioren-Nationenpreisteam. (© Ljuba Buzzola/FEI)

Ihren ersten Einsatz in einem deutschen Senioren-Nationenpreisteam hat die 22-jährige Justine Tebbel an der Seite ihres Bruders Maurice gemeistert. Zusammen mit André Thieme und Patrick Stühlmeyer belegten sie Rang vier – worauf man nach der ersten Runde kaum zu hoffen gewagt hatte.

Denn nach der ersten Runde des Drei-Sterne-Nationenpreises von Prag über 1,45 Meter gab es gleich vier Mannschaften, die fehlerfrei geblieben waren: die Niederlande, Österreich, Italien und Irland. Für Otto Beckers Equipe schlugen nach Runde eins hingegen acht Strafpunkte zu Buche. Das sah nicht nach einer Chance auf eine Schleife aus.

Doch in Runde zwei wendete sich das Blatt. Österreich und Italien patzten mit jeweils 20 Fehlern. Die Deutschen blieben zwar auch diesmal nicht strafpunktfrei, aber es reichte für Rang vier am Ende mit 16 Fehlern insgesamt. Die verteilten sich wie folgt:

Patrick Stühlmeyer und Varihoka du Temple hatten vier Fehler in Runde eins. Im zweiten Umlauf gelang es ihnen, strafpunktfrei zu bleiben. Das Küken, Justine Tebbel, hatte mit ihrem Light Star fünf Fehler im ersten Umlauf und zwei Abwürfe in Runde zwei. Ihr Bruder Maurice ritt seinen WM-Bronzepartner Don Diarado null über die erste Runde, hatte im zweiten Umlauf aber einen Abwurf. Mit jeweils einem Springfehler beendeten André Thieme und Chakaria den ersten Nationenpreis der zehnjährigen Brandenburger Chap-Tochter.

Sieger Niederlande usw.

Souverän unterwegs waren die Routiniers aus den Niederlanden um Equipechef Rob Ehrens gewesen. Am Ende hatten sie gerade mal vier Stratfpunkte auf dem Konto, nämlich die von Frank Schuttert und Lyonel D.

Jur Vrieling war mit seinem EM-Pferd von 2017, dem 14-jährigen Nabab de Reve-Sohn Glasgow van het Merelsnest zwar fürs Team aufgestellt worden, musste aber weder im ersten noch im zweiten Umlauf ran, weil er das Ergebnis der Kollegen nicht mehr zu verbessern brauchte.

Bart Bles gelangen auf der zwölfjährigen BWP-Stute Israle V/D Dennehoeve ebenso zwei blitzsaubere Runden wie Jeroen Dubbeldam mit dem einst von Rolf-Göran Bengtsson und Harm Lahde vorgestellten Oak Grove’s Carlyle.

Die Iren hatten am Ende acht Fehler, die zählten. Das Team setzte sich zusammen aus Mark Mcauley mit Jasco vd Bisschop (0/0), Bertram Allen auf Gun Powder (0/8), Michael Duffy mit Jeff Ten Halven (4/4) und Anthony Condon auf Aristio (0/4).

Über Rang drei konnte sich mit zwölf Strafpunkten das von Paul Schockemöhle angeführte japanische Team freuen, das samt und sonders mit Lewitzer Pferden im Einsatz war. Es ritten Koki Saito auf Chilensky (4/0), Daisuke Fukushima mit Chanyon (8/5), Taizo Sugitani im Sattel von Heroine de Muze (4/0) und Eiken Sato mit Chacanno (0/4).

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