Münster: Wiederholungstäter auf dem Viereck

Anabel Balkenhol und Dablino

Anabel Balkenhol und Dablino (© Archiv Ludwiga von Korff / ww.toffi-images.de)

Semmieke Rothenberger, Anna-Christina Abbelen, Anabel Balkenhol – sie alle drei waren bereits in den Qualifikationsprüfungen für den heutigen großen Tag beim K + K Cup in Münster siegreich und bestätigten dies auch in ihren Finals. Einzig in der Grand Prix Kür gab es eine Überraschung.

Gerade mal ein viertel Jahr hat Semmieke Rothenberger die neunjährige Hannoveraner Stute Dissertation v. Don Crusador unter dem Sattel. Der K + K Cup in Münster war der erste gemeinsame Auftritt der Junioren-Europameisterin und der Burg-Pokal qualifizierten Stute. Und wie schon in der ersten Prüfung im Preis der Zukunft der Junioren 2016, der FEI-Mannschaftsaufgabe für Junioren, gelang ihnen auch in der Einzelaufgabe ein klarer Sieg, diesmal mit 74,956 Prozent. Und wie schon in der ersten Prüfung, war auch heute Alexa Westendarp mit ihrem Diamond Hit-Sohn Der Prinz Zweite (73,684). Dritte war diesmal Maike Mende auf ihrem westfälischen Roh Magic-Sohn Rothschild (72,719).

Der Preis der Zukunft der Jungen Reiter ging an Anna-Christina Abbelen auf Fürst on Tour. Abbelen und der rheinische Fürst Heinrich-Sohn sind seit Jahren ein Erfolgsteam im deutschen Nachwuchs-Dressursport. 2014 holten sie drei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften der Junioren. Vergangenes Jahr, ihrem ersten in der Kategorie U21, gehörten sie ebenfalls zum deutschen EM-Team, holten Gold mit der Mannschaft sowie Platz acht und sechs in den beiden Einzelwertungen. Heute triumphierten sie in Münster mit 75,482 Prozent klar vor Leonie Richter auf Babylon, einem zehnjährigen Westfalen v. Belissimo M. Die beiden kamen auf 74,561 Prozent. Dritte wurde Claire-Louise Averkorn im Sattel ihres bewährten Contendro-Sohnes Condio B (72,719). Auch die beiden gehörten im vergangenen Jahr zum Deutschen Junge Reiter-Team bei der EM in Vidauban und waren zudem zweimal Fünfte in der Einzelwertung. Darüber hinaus vertraten sie die deutschen Farben auch bei der EM 2013 in Compiègne – ebenfalls siegreich.

Anabel Balkenhol sagt, sie reitet nur noch da, wo es ihr gefällt und Münster ist ein Heimspiel für sie. Und wie das immer so ist, wenn man sich wohl fühlt in seiner Haut: Dann läuft es auch. Dementsprechend gewannen die Championatskaderreiterin und ihr 16-jähriger De Niro-Sohn nach dem Grand Prix auch den Special. 74,941 Prozent standen auf der Anzeigetafel. Zweiter wurde Marcus Hermes auf dem Carabas-Sohn Cabanas FH, einem von zwei Vollgeschwistern, die der Bereiter des Freiberger Hofes auch beim Finale des Louisdor Preises in Frankfurt vorgestellt hatte. Das Paar erhielt 72,412 Prozent. Dritte wurde die Schwedin Therese Nilshagen im Sattel des Oldenburger Hengstes Dante Weltino v. Danone (72,275 Prozent). Auch die beiden waren beim Louisdor Preis 2015 in Frankfurt am Start.

Den Grand Prix für die Kür hatte der unweit von Münster beheimatete Schwede Patrik Kittel recht deutlich für sich entschieden. In der Kür selbst musste er allerdings einer anderen den Vortritt lassen: Juliane Brunkhorst im Sattel des einstigen Oldenburger Siegerhengstes Sieger Hit, der inzwischen gelegt ist. Auch er gehörte zum Aufgebot des Louisdor Preis-Finales 2015. Seine Erfolgskurve in den vergangenen Monaten zeigte stetig nach oben und wurde heute mit 76,21 Prozent in der Kür gekrönt. Gestern im Grand Prix waren sie noch Dritte gewesen.

Der Sieger, Patrik Kittel, erhielt heute mit seinem 16-jährigen Come Back II-Sohn Toy Story 76,09 Prozent, Platz zwei. Mit einigem Abstand belegte die Deutsche Bank Förderprogramm-Stipendiatin Juliette Piotrowski auf Sir Diamond Platz drei (73,83 Prozent). Vierte wurde ihre Kollegin im neuen Deutsche Bank-Team, Kathleen Keller auf Dick Tracy (73,58). Hubertus Schmidt und Estobar wurden Fünfte (71,97) vor Schmidts Schülerin Fabienne Lütkemeier mit dem einst von Schmidt gerittenen Flynn PCH.

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