Verden: Celler Hengste top im Burg-Pokal, Va‘ Pensiero und Boa Vista Dressurpferdechampions

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Hannah Laser und Va' Pensiero, Hannoveraner Champion der fünfjährigen Dressurpferde 2022. (© Hannoveraner Verband)

Das Hannoveraner Landeschampionat in Verden stand heute ganz im Zeichen der Dressur mit u.a. der Qualifikation zur Qualifikation im Nürnberger Burg-Pokal und den Dressurpferdechampionaten der Fünf- und Sechsjährigen.

Die Anwärter auf das Verdener Ticket zum Finale des Nürnberger Burg-Pokals machten heute den Anfang auf dem Viereck. Über einen Doppelerfolg konnte sich das Landgestüt Celle freuen. An die Spitze trabte der neunjährige Westfalen-Hengst Da Costa v. Dimaggio-Coriander mit Janina Tietze im Sattel. Er hatte sich schon in Elmlohe nur knapp geschlagen geben müssen. Da waren es in der eigentlichen Qualifikation 74,390 Prozent gewesen. Heute gaben die Richter 73,561 Prozent. Das reichte, um seinen Stallkollegen, den achtjährigen Vidar v. Viscount-Edward, mit Catja Thomsen auf Rang zwei zu verweisen. Hier wurden es 72,415 Prozent.

Platz drei sicherten sich Schwedens Malin Wahlkamp-Nilsson und der erst siebenjährige Hannoveraner Hengst Zouzo Majishan v. Zack-Soliman de Hus, den die Bereiterin aus dem Stall von Patrik Kittel für Helgstrand Dressage vorstellte. 71,902 Prozent wurden es bei den beiden.

Bei Janina Tietze und Da Costa waren sich drei Richterinnen einig, dass die beiden an die Spitze gehören: Cornelia Hinsch (H), Anna von Holten-Jungheit (M) und Katja Westendar (B). Die Kollegen bei E (Peter Olsson) und C (Cornelia Albrecht) sahen sie hingegen auf Rang zwei bzw. vier.

Sehr viel deutlicher gingen die Punkte bei den beiden nächstplatzierten Paaren auseinander. Chefrichterin Albrecht gab Vidar elf Punkte mehr als dem Stallkollegen und sah ihn an erster Stelle. Anna von Holten-Jungheit hingegen hatte die beiden nur auf Rang sieben. Peter Olsson hätte Malin Wahlkamp Nilsson und Zouzo an die Spitze gesetzt. Hier war es Katja Westendarp, die die beiden an siebter Stelle verortet hatte.

Va‘ Pensiero mit Spitzennoten

Der Musterknabe hat mal wieder geliefert, könnte man sagen. Der Hannoveraner Hengst Va‘ Pensiero v. Vitalis-Fürstenball war mit Hannah Laser Bundeschampion, 14-Tage- und Sporttestsieger usw. Wann immer er auftritt, liefert er. So auch heute im Finale des Hannoveraner Championats der fünfjährigen Dressurpferde: Sieg mit einer Endnote von 9,5. Gleich dreimal vergaben die Richter die Höchstnote 10,0, für Trab, Durchlässigkeit und Gesamteindruck. Im Schritt wurde es eine 8,5, im Galopp eine 9.

Silber holte der von Kira Goerens-Ripphoff vorgestellte Final Dream, ein Sohn des Franziskus, der ja heute bei der WM in Herning mit Ingrid Klimke eine super Vorstellung gegeben hatte. Sein Sohn (Mutter v. Weltmeyer) trabte heute für eine 9,5, ging Schritt für eine 8 und galoppierte für eine 8,5. Dieselbe Note gab es auch im Gesamteindruck plus eine 7,5 in der Durchlässigkeit. Endnote 8,4.

Knapp geschlagene Dritte war mit 8,3 Riminis Queen v. Revolution-Ehrentanz unter Ilsemarie Berkenbusch. Ihre Einzelnoten: Trab 9, Schritt 8,5, Galopp 8, Durchlässigkeit 7,5, Gesamteindruck 8,5.

Bundeschampionesse vorn

Bei den sechsjährigen Dressurpferden siegte die Bundeschampionesse des Vorjahres, die Bon Coeur-Tochter Boa Vista unter Greta Heemsoth. Sie ist ja eine Tochter der einstigen Weltmeisterin Junger Dressurpferde, Scara Boa v. Scolari, und machte ihrer Mutter mit einer 8,7 Ehre. Die Trabtour war das Highlight: 9,5. In Schritt und Galopp vergaben die Richter ein glattes Gut, für Durchlässigkeit und Gesamteindruck ein Sehr gut.

Knapp geschlagener Zweiter war mit 8,6 der ebenfalls einst zum Bundeschampion gekürte Damaschino v. Danone-Fidertanz, Hannah Lasers zweiter Star im Stall des Klosterhofs Medingen. Er bekam dreimal die 9 in seinen Grundgangarten. Hinzu kam die 7,5 in der Durchlässigkeit und 8,5 im Gesamteindruck.

Dritte wurde Lena Waldmann auf dem Rheinländer Hengst Dancing Brave v. Don Juan de Hus-Lemony’s Nicket mit einer 8,5 in Summe (Trab 8,5, Schritt 9, Galopp 8,5, Durchlässigkeit 8,0, Gesamteindruck 8,5).

Grand Prix an Wahlkamp-Nilsson

Auch in Verden wird dieses Wochenende Grand Prix geritten. Der heutige ging an Malin Wahlkamp-Nilsson und den Württemberger Ampere-Sohn Amplemento. 74,180 Prozent vergaben die Richter.

Als letztes Paar der Prüfung hätten nur noch Bianca Nowag-Aulenbrock und ihre Oldenburger Foundation-Tochter Florine die Chance gehabt, vorbeizuziehen. Mit 72,780 Prozent wurde es immerhin Rang zwei.

An dritter Stelle folgte Carolin Miserre mit Severino Hit (72,40) vor David Taylor und Don Henry (71,560).

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