Sporttest Münster-Handorf: San to Alati und Va‘ Pensiero mit Bestnoten

Bundeschampionat Dressur-Reitpferde 2020

Bundeschampion der dreijährigen Hengste 2020: Va'Pensiero v. Vitalis und Hannah Laser (© www.equitaris.de)

In Münster-Handorf ging heute der erste Sporttest des Jahres zu Ende. Geprüft wurden die Dressurhengste. Mehrere Abbrüche dünnten das Teilnehmerfeld aus. Zwei Hengste erhielten Gesamtnoten über 9.

Zwölf Hengste hatten sich der Bewertungskommission für den Sporttest Teil I gestellt, neun haben ihn beendet. Gleich drei wurden vorzeitig von ihrem jeweiligen Anmelder aus dem Rennen genommen. Das war zum einen der KWPN-Hengst Dutch Dream v. Dream Boy-Fürst Romancier aus dem Stal Brinkman in Twello, Niederlande, dann ein noch namenloser BWP-Hengst v. Don Deluxe-Quaterback, der von Marc Dries De Kempenhoeve geschickt worden war, und schließlich der DSP-Hengst Superviser v. Sensation-Farewell III, den Kristof Tuerlinckx aus Eschborn angemeldet hatte.

Bester Hengst in Teil I war der Hannoveraner San to Alati v. Secret-Belissimo M, der bei Lena-Marie und Kerstin Klose zur Welt kam und auf dem Krüsterhof des Teams Hinnemann zuhause ist. Stefanie Wolf stellte den langbeinigen Dunkelfuchs vor. Er erhielt viel Lob von der Bewertungskommission (z. B.: „sehr kompletter Hengst, was den Bewegungsablauf angeht“), was sich auch in den Wertnoten wiederspiegelte: 8,6 im Trab, 9,2 im Galopp, 8,8 im Schritt sowie jeweils 9,5 für Rittigkeit und Gesamteindruck. Das machte eine Endnote von 9,12.

Die zweithöchste Wertnote erzielte einer der zwei St. Schufro-Söhne, die beide Wertnoten von über 8 erhielten. Der schwedische Warmblüter Skyline to B v. St. Schufro-Ampere-Sir Schölling wurde von seinem Landsmann und Besitzer Carl Hedin präsentiert. Angemeldet hatte ihn das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen, wo der Hengst derzeit stationiert ist. Im Trab erhielt der Hengst eine 8,5, im Galopp 9,0 und im Schritt 8,0. Für die Rittigkeit wurde eine 8,2 vergeben, für den Gesamteindruck die 8,5. Endnote: 8,41.

Die weiteren Achter-Kandidaten in Teil I: Royal Black Diamond Hann. v. Rotspon (8,18), Olymp v. Helium (8,13), St. Athletique v. St. Schufro (8,12), Isterberg II v. Instertanz V (8,09) und Ironman Black M v. Asgard’s Ibiza (8,03).

Sporttest Teil II

Normalerweise ist der Sporttest Teil II für fünfjährige Hengste gedacht. Aufgrund der Ausnahmesituation durch Corona sind aber auch sechsjährige Hengste zugelassen gewesen, die jedoch noch keine fliegenden Wechsel zeigen mussten.

Hier waren 14 Hengste angetreten und drei fielen aus. Zwei wurden zurückgezogen, einer ging in der Abschlussprüfung unter dem Fremdreiter nicht astrein taktklar, woraufhin die Bewertungskommission die Vorstellung abbrach. Zurückgezogen wurden der sechsjährige Trakehner Kavalli v. Milennium-Van Deyk aus niederländischer Zucht und angemeldet von der Reesink Pferde GmbH sowie ein weiterer niederländischer Hengst, der fünfjährige Magic Boy v. Fürstenball-Damsey von der Hengsthaltung De Ijzeren Man. Von der Jury herausgenommen wurde der ebenfalls bereits sechsjährige De Royal v. De Niro-Rohdiamant vom Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen.

Der Beste im zweiten Teil ist fünfjährig und kein Unbekannter: Va‘ Pensiero, Hannoveraner v. Vitalis-Fürstenball, der auf dem Zuchthof Düvel zur Welt kam, auf dem Klosterhof Medingen zuhause ist und von Hannah Laser präsentiert wurde. Dreijährig war er HLP-Sieger und Bundeschampion der Reitpferdehengste gewesen, und wie damals in Warendorf überzeugte er die Richter auch gestern und heute in Münster-Handorf: 9 im Trab, 8,5 im Galopp, 9,5 im Schritt, Rittigkeit 10,0, Gesamteindruck 9,6. Endnote 9,36.

Die zweithöchste Note lag bei 8,45 und ging an den ebenfalls fünfjährigen Westfalen Shynedo v. Sir Heinrich-Don Bedo, gezogen von Klaus und Sandra Pulte, ausgestellt von Jürgen Brokamp und geritten von Niklas Brokamp. Der Dunkelfuchs vor allem durch seine Rittigkeit, was ihm hier eine 9 bescherte. Ansonsten gab es eine 8,3 im Trab, 8,2 im Galopp, 8,0 im Schritt und 8,5 für den Gesamteindruck.

Die weiteren Hengste über 8 waren Indianapolis v. Indian Rock (8,33), Frankie Lee v. Franziskus (8,29) und Iowa Gold v. Asgard’s Ibiza (8,13).

Weitere Infos unter www.hengstleistungspruefung.de