Genf: Rolex Grand Prix für Martin Fuchs auf dem genialen Clooney

CHI Genevea 2019

Danke, Clooney! Er sicherte Martin Fuchs in Genf seinen ersten Rolex Grand Prix. (© CHI Genf)

Die Europameister haben es wieder getan! Martin Fuchs und Clooney, das Schweizer Dreamteam, sicherte sich vor heimischer Kulisse den Großen Preis von Genf – mit denkbar knappem Vorsprung.

Nur fünf hundertstel Sekunden trennten die beiden Paare auf den vorderen Plätzen voneinander, Martin Fuchs auf Clooney und Scott Brash (GBR) mit Senator. Von 40 Paaren aus dem ersten Umlauf waren elf fehlerfrei durch den Parcours gekommen.

Martin Fuchs und sein 13-jähriger westfälischer Wallach v. Cornet Obolensky, den er 2018 fast wegen einer Kolik verloren hätte und der ihn noch im selben Jahr zu Silber bei den Weltreiterspielen in Tryon trug und dieses Jahr zum Europameister machte, haben wieder einmal gezaubert.

Clooney sieht immer gar nicht so schnell aus, aber er verliert keine Millisekunde zu viel über den Hindernissen, galoppiert zwischen den Sprüngen frisch nach vorne und Martin Fuchs schaffte es, jedes einzelne Hindernis im Stechen immer aus einer guten Vorwärtsdistanz heraus anzupeilen. Als die beiden über den letzten Steilsprung des von Louis Konickx erdachten Parcours flogen und mit 38,6 Sekunden die Führung übernahmen, flippten die Zuschauer regelrecht aus.

Doch es wurde noch einmal spannend. Denn Scott Brash und der KWPN-Wallach Senator, ein Sohn von Willem Greves Carambole, lieferten eine wahrhaft fantastische Runde im Stechen. Der athletische Braune flog nur so über die Stangen. Und es sah zunächst so aus, als wäre er schneller als Clooney. Doch auf der Distanz zum letzten Hindernis machte er einen Galoppsprung mehr und verlor dadurch wertvolle Sekundenbruchteile.

Damit stand fest: Martin Fuchs hat seinen ersten Rolex Major gewonnen, als einen der Großen Preise, die zusammen den Grand Slam bilden, den bislang nur Scott Brash schon hatte gewinnen können, nachdem er sowohl in Genf als auch in Aachen und Spruce Meadows an der Spitze gestanden hatte.

Nun ist der Europameister der Anwärter auf den Millionenbonus. Seit Brashs Sieg ist in ’s-Hertogenbosch noch ein vierter Major hinzu gekommen. Das ist nun die nächste Herausforderung für Fuchs und Clooney, die heute schon mal 400.000 Schweizer Franken (gut 365.000 Euro) kassierten.

Fuchs nach seinem Sieg: „Es ist ein riesiger Sieg, mein erster in einem Rolex Grand Prix und dass es hier vor heimischem Publikum war, macht es sogar noch besonderer.“

Die weiteren Platzierten

Hinter dem Sieger und Scott Brash auf Platz zwei reihte sich einer der belgischen Mannschaftseuropameister ein: Jérome Guery im Sattel des Holsteiner Hengstes Quel Homme de Hus v. Quidam de Revel. Marlon Modolo Zanotelli aus Brasilien konnte sich über einen super vierten Platz mit dem zehnjährigen KWPN-Wallach Edgar freuen. Martin Fuchs Freund und Teamkollege Steve Guerdat belegte mit Superstute Bianca Rang fünf, gefolgt von der Zukunftshoffnung der Eidgenossen, Bryan Balsiger, mit Clouzot de Lassus.

Pech hatten sowohl Christian Ahlmann auf Dominator 2000 Z als auch Daniel Deußer mit Killer Queen. Ahlmann und sein Diamant de Semilly-Sohn sahen super aus bis zum letzten Hindernis. Dort fiel die Stange. Und auch bei Deußer und der neunjährigen Eldorado van de Zeshoek-Tochter gab es vier Fehler. Acht wurden es für Marcus Ehning und Pret a Tout.

Boyd Exell, der König der Fahrer

Australiens Boyd Exell war als in dieser Weltcup-Saison der Vierspänner noch ungeschlagener Fahrer nach Genf gereist. Und fuhr auch als solcher wieder nach Hause in die Niederlande. Wieder einmal war kein Vorbeikommen an ihm. Das Nachsehen hatte der Belgier Glenn Geerts, gefolgt von Bram Chardon (NED). Mareike Harm musste sich mit Platz sechs der sechs Teilnehmer begnügen.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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