FEI möchte FN-Abreitekatalog für alle Disziplinen

Das ging schneller als gedacht! Der Weltreiterverband (FEI) hat nicht nur großes Interesse an dem vom „runden Tisch Vorbereitungsplatz“ entwickelten Video und den dazugehörigen Schulungsmaterialien bekundet. Das Ganze soll auch zügig umgesetzt werden, in allen Disziplinen.

In einem internen Schreiben, das dem St.GEORG zugespielt wurde, heißt es, „der Vorstoß aus Deutschland gibt uns ein für alle Mal die Chance, schlechtes Abreiten, wie es sich leider eingebürgert hat, zu unterbinden“. Es soll nun der Kriterienkatalog übersetzt werden, nicht nur ins Englische, sondern auch ins Niederländische und Dänische. Darauf habe man sich in einer Telefonkonferenz mit internationalen Stewards, die diese Sprachen für wichtig erachtet hätten, geeinigt. Außerdem wird das Video der FN in diesen drei Sprachen demnächst auf dem Videoportal Youtube hochgeladen. So wolle man möglichst schnell weltweit den Richtungswechsel kommunizieren.
Der Norweger Trond Asmyr, Direktor Dressur und Para-Dressur der FEI, soll gesagt haben, LDR bekäme nun eine neue Bedeutung. „Lovely dressage reinstalled“, sinngemäß „schöne Dressur wiedereingesetzt“. Als Sofortmaßnahme soll noch in  dieser Woche ein Schreiben an die Veranstalter internationaler Turniere herausgehen, worin die umstrittene 10-Minuten-Regel auf fünf Minuten reduziert wird. Das sei als „Anfang“ und „Schritt in die richtige Richtung“ zu verstehen.
Der deutschen Idee, nicht nur Dressurabreiteplätze, sondern Vorbereitungsplätze generell unter die Lupe zu nehmen, will man seitens der FEI folgen. Allerdings wolle man dazu strategische Fachgruppen einberufen, um dann disziplinenspezifisch vorgehen zu können. Aus dem Vorstand heißt es, dass man den Eindruck habe, gerade im Distanzsport nicht ein weiteres „touchy issue“ in die öffentliche Debatte einbringen zu wollen.

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