FAZ-Journalistin Evi Simeoni erhält Silbernes Reiterkreuz

STUTTGART – German Masters 2022

Evi Simeoni erhält das Reiterkreuz in Silber (© sportfotos-lafrentz.de)

Evi Simeoni war über Jahrzehnte einer Instanz in Sachen Reitsport in der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Jetzt ist sie mit dem Reiterkreuz in Silber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet worden. Im Podcast hat St.GEORG Chefredakteur Jan Tönjes mit ihr gesprochen.

Evi Simeoni ist Journalistin und Buchautorin und seit heute Trägerin des Deutschen Reiterkreuz in Silber. Nach dem Grand Prix in Stuttgart wurde ihr die Auszeichnung übergeben „für ihre Verdienste für den Pferdesport“.

Hier geht’s zum Podcast:

In ihrer Laudatio sagte Isabell Werth, deren Biographie („Vier Beine tragen meine Seele“) Evi Simeoni vor vier Jahren gemeinsam mit der Olympiasiegerin geschrieben hat: „Deine journalistische Arbeit ist feingeistig, faktenorientiert, sachlich und kritisch, aber nie unfair. Du hast viel für den Reitsport gekämpft und Platz gefunden in der Berichterstattung. Wir als Reiter sind dir dafür sehr dankbar“.

Evi Simeoni stammt aus Stuttgart, wo sie ihre journalistische Karriere mit einem Volontariat bei der Stuttgarter Zeitung begann. 1981 ging sie zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.), wo sie zunächst als Sportredakteurin arbeitete. Ab 2006 war sie stellvertretende Ressortleiterin, 2011 entschied sie sich als Reporterin zu berichten. Sie reiste und berichtete von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Stets im Fokus ihrer Texte: internationale Sportpolitik, der Kampf gegen Doping, Pferdesport, aber auch andere Sportarten, wie beispielsweise Rudern.

2012 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, „Schlagmann“, eine Geschichte aus dem Rudersport. 2015 folgte „Rückwärtssalto“, 2018 die Isabell Werth-Biographie.

Ausgezeichnete Evi Simeoni

Evi Simeoni erhielt diverse journalistische Auszeichnungen. 1981 war es der Theodor-Wolff-Preis, 1997 der Fair-Play-Preis im Sportjournalismus, 2004 das Silberne Pferd. Zweimal, 1996 und 2012, wurde sie zur „Sportjournalistin des Jahres“ gewählt.

Auch wenn Evi Simeonis Zeit bei der FAZ nun abgelaufen ist, auf Geschichten aus der Hand der Journalistin müssen die Leser nicht verzichten. Längst sitzt die Autorin schon am nächsten Werk. Und, so munkelt man, ein weiteres, das dann auch wieder Pferde zum Thema haben wird, ist schon gedanklich konzipiert.