Großbritannien: Ponys gegen Corona-Depressionen

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Sehr gute Idee, die die Engländer da haben! In London nutzt eine örtliche Reitschule die Corona-bedingte Zwangspause und zieht mit ihren Ponys durch die Straßen, um den Menschen in Quarantäne Abwechslung zu bieten.

Die Park Lane Stables in Teddington im Südwesten Londons sind bereits 300 Jahre alt. Doch wie alle anderen Ställe, muss der Reitschulbetrieb auch hier derzeit aufgrund der Corona-Pandemie ruhen. Ein Großteil der Schulpferde wurde außerhalb der Stadt in Weideferien geschickt. Doch einige der älteren und Rehe-gefährdeten Ponys mussten am Stall bleiben.

Nun hat Stallchefin Natalie O’Rourke aus der Not eine Tugend gemacht. Sie zieht mit den Ponys an der Hand durch die Straßen, um den Menschen, die wegen der Corona-Pandemie ans Haus gebunden sind, etwas Abwechslung zu bieten. Das helfe besonders den Kindern und älteren Menschen, diese schwierige Zeit zu überstehen, ist Natalie O’Rourke sicher.

„Die Ponys sind es gewohnt zu arbeiten und auf diese Art und Weise sind sie beschäftigt. Und wir können dabei der Gemeinschaft etwas Gutes tun.“

Und sie bzw. ihre Reitschule, in der auch therapeutisches Reiten zum Alltag gehört, hat auch etwas davon. Denn wie so viele Betriebe, bedeutet die Zwangspause auch für die Park Lane Stables erhebliche finanzielle Einbußen bei gleichbleibenden Kosten – wobei der Verpächter hier die Zahlungsforderungen vorerst ausgesetzt hat.

Natalie berichtet, die Menschen würden auch der Reitschule etwas geben. So hätte sie eine ältere Stute, die in der Herde gemobbt wird und daher nicht ohne weiteres mit den anderen auf die Weide kann. „Jemand hat mir angeboten, dass sie bei ihnen im Garten grasen kann.“

Auch hätte sie eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um einige Kosten abdecken zu können. Es seien innerhalb von drei Tagen bereits 3000 Pfund zusammengekommen. Kurz: Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

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