Letzter großer Auftritt von Jeroen Dubbeldams Welt- und Europameister Zenith

Da sah noch alles gut aus: Nach der ersten Runde war Daniel Deusser Vierter

Jeroen Dubbeldam und Zenith (© Pauline von Hardenberg)

In den Brabanthallen von ’s-Hertogenbosch wird der niederländische Springreiter Jeroen Dubbeldam am 17. März zum letzten Mal sein Erfolgspferd der letzten Jahre satteln, den 15-jährigen Zenith.

Jeroen Dubbeldam ist neben Hans Günter Winkler der einzige Springreiter, der in seiner Karriere alle Championatstitel gewinnen konnte: Olympiasieger, Welt- und Europameister. WM- und EM-Gold bescherte ihm der nun 15-jährige Rash R-Sohn Zenith. Olympiasieger war er 2000 im Sattel von De Sjem gewesen.

Dabei gewannen Dubbeldam und Zenith sowohl bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie als auch bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen Doppelgold, neben der Einzel- auch die Mannschaftswertung. zudem wurden sie Siebte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Dubbeldam sagte gegenüber dem Veranstalter von ’s-Hertogenbosch: „Zenith hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, auf allerhöchstem Niveau. Aber irgendwie läuft es nicht mehr. Letztes Jahr hatte ich im Großen Preis von Samorin ein sehr gutes Gefühl. Ich dachte, wir würden fehlerfrei bleiben, hatten aber immer noch zwei Abwürfe. Das war eine echte Enttäuschung. Auf mein Gefühl hatte ich mich immer verlassen können. Da wusste ich, dass es genug ist. Ich kam aus dem Parcours und sagte zu Daniel Coyle, einem meiner Schüler: ,Die Party ist vorbei. Aber es war eine gute.‘ Für mich war das das erste Anzeichen dafür, dass das Ende in Sicht kam. ich möchte Zenith nicht in kleineren Prüfungen reiten, das hat er nicht verdient.“

Das letzte Turnier des Paares war Amsterdam, wo sie einmal Sechste wurden in einem Zwei-Phasen-Springen über 1,45 Meter, in einem anderen 1,45 Meter-Springen jedoch aufgaben.

Auktions-Hin und Her

Zenith trägt das Kürzel „SFN“ vor seinem Namen. Es steht für „Springpaarden Fonds Nederlands“, ein Förderprogramm für den Springsport in den Niederlanden, bei dem junge Springpferde angekauft, ausgebildet und gegebenenfalls gewinnbringend verkauft oder auch gehalten werden. Im September 2016 wurde der Bestand des damaligen SFN aufgelöst, alle Pferde versteigert, auch Zenith. Man hatte damals eigentlich einen Gesamterlös von drei Millionen Euro anvisiert gehabt. Daraus wurde nichts. Zenith kostete damals 850.000 Euro.

Das war den SFN-Machern jedoch zu wenig. Sie kauften ihn zurück, um jenseits des Auktionsgeschäftes einen neuen Besitzer zu suchen. Der fand sich schließlich in Gestalt des SFN II, des Nachfolgers von Zeniths ursprünglichem Besitzer. So konnten Dubbeldam und Zenith zusammenbleiben.

Verabschiedung

Nun ist also Schluss mit Lustig, wie Jeroen Dubbeldam, es ausdrückte. Zenith wird am 17. März in ’s-Hertogenbosch im Vorfeld des Rolex Grand Prix verabschiedet, der bekanntlich Teil des Rolex Grand Slam of Showjumping ist.

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