PETA zeigt Ludger Beerbaum an, Staatsanwaltschaft Münster hat Ermittlungen aufgenommen

EM Springen, Finale Team, Mannschaft

Ludger Beerbaum mit seiner Frau Arundel als Gastgeber bei den Europameisterschaften Riesenbeck 2021 (© von Korff)

Die Tierschutzorganisation PETA hat eine Strafanzeige gegen Springreiter Ludger Beerbaum gestellt. Hintergrund ist der RTL Beitrag, der Beerbaum des Barrens bezichtigt. Die Staatsanwaltschaft Münster hat die Ermittlungen eingeleitet.

Das bestätigte der Pressesprecher der Münsteraner Staatsanwaltschaft, Martin Botzenhardt, gegenüber den Westfälischen Nachrichten. Es bestehe ein Anfangsverdacht, so Botzenhardt. Man sei aber noch ganz am Anfang der Ermittlungen und prüfe den Sachverhalt.

Der Sachverhalt ist dieser: Der TV-Sender RTL hat vor wenigen Tagen einen Beitrag veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie im Stall von Ludger Beerbaum Pferde gesprungen werden und dabei von einer Person hinter dem Hindernis eine Stange gegen die Beine bekommen. RTL bezichtigt Ludger Beerbaum des verbotenen Barrens. Beerbaum sagt, auf den Bildern sei das erlaubte Touchieren zu sehen. Die Tierschutzorganisation PETA hat laut Westfälischen Nachrichten nun Strafanzeige gegen Beerbaum und „eine weitere derzeit noch unbekannte Person erstattet.“ Der Vorwurf lautet: „Quälerische Tiermisshandlung in Mittäterschaft“.

Ludger Beerbaum ließ durch eine Anwaltskanzlei mitteilen, er werde bei den Ermittlungen gegen ihn kooperieren. Ohnehin hatte er sich gleich am Tag nach Ausstrahlung des RTL-Films mit einem Statement zu Wort gemeldet. Auch auf die Feststellung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), es bei den Szenen in besagtem Film sei „teilweise kein Touchieren“ zu sehen, hatte Ludger Beerbaum sich zu Wort gemeldet. Auch hier hatte er signalisiert, man werde „aktiv auf den Fachverband zugehen“, um die Bilder zu erläutern. Er sei der festen Überzeugung, es habe sich um Touchieren und nicht um Barren gehandelt.

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