Springreiter Andreas Kreuzer macht sich selbstständig

Viel wurde darüber spekuliert, welches die nächste Station des Springreiters Andreas Kreuzer sein würde, nachdem er seinem Ausbildungsstall Schockemöhle den Rücken gekehrt hatte, um bei Bundestrainer Otto Becker anzufangen, diesen nun aber auch verlässt. Nun ist es raus.

Andreas Kreuzer macht sich selbstständig. Etwas, was er so gar nicht geplant hatte, wie er gegenüber globalequestriannews.com gesagt haben soll. Dort erklärte der 24-Jährige, er habe nach seinem Weggang bei Becker mehrere Angebote bekommen und hätte eigentlich einen neuen Job antreten wollen. Aber dann sei ein Sponsor auf ihn zugetreten und habe ihm angeboten, ihm zwei Pferde zu kaufen, und ihn auch darüber hinausgehend zu fördern.

Jener Sponsor ist die Las Nubes GmbH unter Inhaber Wilhelm Plumpe. Eine Google-Recherche ergab, dass es sich bei der Las Nubes GmbH um eine am 17. Oktober 2014 eingetragene Gesellschaft handelt, „deren Gegenstand der Kauf, die Aufzucht sowie der Verkauf von Reitsportpferden“ ist. Geschäftsführerin ist die Hamburger Steuerberaterin Gudrun Krafczik, die auch Erwähnung in anderen Unternehmen findet, in denen Wilhelm Plumpe beispielsweise im Aufsichtsrat sitzt.

Die Las Nubes GmbH hat nun erst einmal zwei Pferde für Andreas Kreuzer erworben: eine neunjährige französische Kannan-Adelfos-Tochter namens Reskiou de la Roque, die zuvor in italienischem Beritt war, sowie den Calvaro Z-Sohn Calvilot, ein erst siebenjähriger OS-Wallach aus einer Mutter v. Quilot, der auf dem Gestüt Lewitz zur Welt kam, in gemeinschaftlichem Besitz von Paul Schockemöhle und Otto Becker stand und auch schon vorher von Kreuzer geritten worden war. „Beide haben unglaublich viel Potenzial“, ist Kreuzer überzeugt. Die Stute will er über den Winter aufbauen. Sie sei „noch nicht gefestigt auf dem Niveau der Großen Preise, aber daran wolle er arbeiten. Der Calvaro-Sohn brauche noch ein bisschen Zeit, habe aber alle Möglichkeiten.“

Niederlassen wird sich Kreuzer in Borgholzhausen bei Bielefeld auf jener Anlage, auf der einst Franke Sloothaak zuhause war. Sie wurde jüngst verkauft und Kreuzer pachtet zwölf Boxen. Seiner Selbstständigkeit sieht er optimistisch entgegen. Er sei „jetzt bereit für die neue Aufgabe, ein Team aufzubauen.“