Starvererber Cardento ist tot

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Eines von Cardentos Meisterstücken: Cue Channa, hier unter Malin Baryard-Johnsson auf dem Weg zu Mannschaftssilber in Göteborg. (© Pauline von Hardenberg)

Im gesegneten Alter von 27 Jahren verstarb der Holsteiner Hengst Cardento, der selbst hoch erfolgreich im Sport ging und in der Zucht wahrlich Großes geleistet hat.

Dass Cardento gestorben ist, meldet das Gestüt VDL der Familie Van de Lageweg: „Heute Nacht hat unser Tophengst Cardento einen stillen Abschied genommen. Cardento hat viel für uns getan.“

Der Schimmel war ein Holsteiner Hengst, der in seinem Pedigree fast alles vereint, was in Holstein Rang und Namen hat: Capitol-Lord-Sacramento Song xx. Gezogen wurde er von Reimer Witt, Karriere gemacht hat er in Schweden unter Peter Eriksson. Mit ihm holte Cardento Mannschaftssilber bei den Weltmeisterschaften 2002 in Jerez de la Fronteira, den Europameisterschaften 2003 in Donaueschingen und den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

Verewigt hat Cardento sich über seine Kinder. Gleich zwei gehörten zum Silber geschmückten EM-Team bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg: Zacramanto mit Douglas Lindelöw (jetzt Peder Fredricson) und Cue Channa unter Malin Baryard-Johnsson (jetzt Olivier Philippaerts). Letztere war auch bei den Olympischen Spielen in Rio am Start, ebenso wie Bardolino unter Reiko Takeda für Japan (jetzt unter Jessica Springsteen). Mit Matrix, der in London 2012 mit Lisen Fredricson am Start war, hat Cardento noch ein drittes Olympiapferd gezeugt.

Gleich sechs Nachkommen hielten die Fahnen ihres Vaters bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie hoch: Matrix (diesmal mit dem Argentinier José María Larocca), Celestine (mit Saku Liukkonen für Finnland), Carisma (mit Danielle Goldstein/ISR), Carnaval, Cafino (unter Alexander Zetterman) und Zilverstar (mit Martín Rodriguez Vanni/URU). Hinzu kommen unzählige weitere hoch talentierte Fünf-Sterne-Pferde wie etwa Flip’s Little Sparrow unter Stephanie Holmén (SWE).

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