Stellungnahme des Landgestüts Warendorf zu den Vorwürfen gegen Kristina Ankerhold

Bildschirmfoto 2021-05-14 um 15.19.33

(© www.landgestuet.nrw.de)

Wir hatten Warendorfs Landstallmeisterin Kristina Ankerhold schon vor zwei Tagen um eine Stellungnahme hinsichtlich der gegen sie erhobenen Vorwürfe gebeten. Die kommt nun ganz offiziell auf der Homepage des NRW-Landgestüts.

Im April ereigneten sich in der Deutschen Reitschule Warendorf, die dem Landgestüt NRW angegliedert ist, Trainingsszenen, die die anwesenden Lehrgangsteilnehmer – allesamt Pferdewirtschaftsmeister in spe – dazu veranlasst haben, das Ganze auf Video aufzunehmen und der FN vorzulegen.

Inzwischen gibt es dazu eine Stellungnahme seitens der FN, die wir hier zusammengefasst haben, und die Landstallmeisterin Kristina Ankerhold wurde angezeigt.

Nun gibt es ein Statement von Seiten des Landgestüts Warendorf:

Die Vorwürfe beziehen sich auf ein Training am 13. April 2021 zweier Landbeschäler in der Reithalle der Deutschen Reitschule. Aufgrund eines parallelen Reittrainings der Deutschen Reitschule mit fremden Pferden entstand eine ungewohnte Trainings- und Stresssituation. Mit Blick auf die unruhige Umgebung waren die Pferde nervös. Diese schwierige Situation machte ein sofortiges Eingreifen erforderlich.

Infolge dessen kam es zu einer objektiv zu engen Anlehnung. Die beim Training anwesende Leiterin des Landgestütes, Kristina Ankerhold leitete die Reiterin an mit dem Ziel, in der angespannten Situation dennoch gelöst trainieren zu können. Anlehnung und korrekte Biegung sind mit einem Pferd nach und nach zu trainieren.

„Eine zu enge Anlehnung und ein Aufrollen sind grundsätzlich zum Wohle der Tiere zu vermeiden. Insbesondere bei Pferden, die sich noch in der Ausbildung und in einer stressigen Situation befinden, sind sie nicht immer vermeidbar. Ich stehe für jeden Diskurs über Ansätze für lösende Arbeit von Pferden in Stresssituationen zur Verfügung. Zudem werden wir in Zukunft stärker darauf achten, die Reiteinheiten konsequenter zu trennen“, erläutert Ankerhold.

Zu dem genannten Training wurden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) anonym Videos zugeleitet und über die FN auch dem Landgestüt zur Kenntnis gegeben. Darauf aufbauend gab es ein fachlich konstruktives Gespräch. Die Gestütsleiterin lädt die FN ein, an den Trainingseinheiten des Landgestütes teilzunehmen.

Nach Einschätzung des Landgestüts bestand zu keiner Zeit eine tierschutzrechtliche Relevanz. Diese Einschätzung wird nach einem fachlichen Austausch und Prüfung der kurzen Videosequenzen grundsätzlich auch von den Fachleuten des Landwirtschaftsministeriums geteilt.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.

  1. Doris

    Die veröffentlichte Stellungnahme möchte ich nicht kommentieren, da dies zu erwarten war…einfach nur peinlich. Außer Frage steht für mich, dass es sich um einen gravierenden Vorfall in der Reithalle gehandelt haben muss. Den angehenden PWM sowie Vertretern der FN spreche ich die Kompetenz zu, das Ges(ch)ehene richtig einzuschätzen. Künftig unbeobachtet zu agieren und weiterzumachen wie bisher…scheint die Lösung in NRW zu sein. Welche Verbindung hat Frau Ankerhold in den Landtag? Partnerin, Freundin oder Verwandte eines Parlamentariers?

  2. Andreas

    Die sogenannte „Stellungnahme“ ist der Witz des Tages – allerdings ein schlechter.
    Immer schön versuchen, alles unter den Teppich zu kehren und schönzureden.
    So wird sich der Reitsport niemals von seinem schlechten Image befreien können – leider.

  3. anke

    heisst das videoverbot jetzt das man da weiter tierschutzrelevant arbeiten will, und mit dem verbot nur verhindern will das es bild-beweise gibt?


Schreibe einen neuen Kommentar